31 Tage – 31 Lieder

Die liebe Ann-So macht auf ihrem Blog gerade „31 Tage – 31 Bücher“, was ich demnächst auch machen werde. Irgendwann wenn sie damit fertig ist. Als Pendant dazu hat sie das ganze auf Lieder umgearbeitet und ich habe die Ehre, damit anfangen zu dürfen. Im Laufe des heutigen Tages werde ich dann auch schon meinen ersten Tag beantworten. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Spielchen entwickelt!

Diese Aufgaben kommen auf mich zu:

Tag 1 – Das Lied, das du als letztes gehört hast
Tag 2 – Das Lied, das du als letztes unfreiwillig gehört hast
Tag 3 – Dein absolutes Lieblingslied
Tag 4 – Dein absolutes Hasslied
Tag 5 – Ein Lied, das du in Dauerschleife hören kannst
Tag 6 – Ein Lied, das dich an eine bestimmte Zeit erinnert
Tag 7 – Ein Lied, das dich an jemanden erinnert
Tag 8 – Ein Lied, das dich an einen Ort erinnert
Tag 9 – Dein erstes Lieblingslied überhaupt
Tag 10 – Ein Lied von deiner/m Lieblingsband/Lieblingssänger
Tag 11 – Ein Lied, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst
Tag 12 – Ein Lied, das du erst gar nicht mochtest, aber jetzt magst
Tag 13 – Ein Lied, bei dem du das Radio lauter drehst
Tag 14 – Ein Lied aus deiner Kindheit
Tag 15 – Das erste Lied in deiner Medienbibliothek
Tag 16 – Das letzte Lied in deiner Medienbibliothek
Tag 17 – Augen zu und drauf los shufflen
Tag 18 – Dein liebstes Instrumentalstück
Tag 19 – Ein Lieblingslied, das du nur durch Zufall entdeckt hast
Tag 20 – Das beste Lied, das du während der Schulzeit immer singen musstest
Tag 21 – Das blödeste Lied, das du während der Schulzeit singen musstest
Tag 22 – Das längste Lied in deiner Medienbibliothek
Tag 23 – Das kürzeste Lied in deiner Medienbibliothek
Tag 24 – Ein Lied, von dem niemand gedacht hätte, dass du es magst
Tag 25 – Ein Lied, das dich ziemlich gut beschreibt
Tag 26 – Ein Lied, das du deinen Kindern vorsingen würdest
Tag 27 – Ein Lied, dessen Titel dein Motto sein könnte
Tag 28 – Zum Glück ist dieses schöne Lied auf dem Soundtrack dieses schönen Films!
Tag 29 – Warum ist dieses schöne Lied auf dem Soundtrack dieses blöden Films?
Tag 30 – Das Lied, das du zurzeit hörst
Tag 31 – Das Lied, das du als nächstes hören willst

Sogar bis zu den Wise Guys verfolgen mich Musicals

Wenn man ein großer Musical-Freak ist, wie ich einer bin, und sich – scheinbar eindeutig zu viel – mit Musicals beschäftigt, passiert es sehr oft, dass Worte, Sätze oder gar Gesten einen schmunzelnd bis genervt „nicht schon wieder“-denkend und Augen verdrehend an verschiedene Stücke erinnern. Bei mir ist das schon fast ein Dauerzustand und ich sollte mich eher wundern, wenn ich mal keine Musical-Halluzinationen habe.

Ich habe gestern beim Wise Guys Konzert nach ungefähr fünf solcher Ereignisse aufgegeben, sie mir merken zu wollen. Das war etwa auf halbem Wege bis zur Pause. Die halbe Zeit hing ich jedenfalls bei Buddy. Warum muss man denn auch als Acappella-Gruppe, also als Band ohne! Instrumente, ständig so tun, als würde man Gitarre spielen? Ist doch klar, dass ein armer Musical-Freak wie ich dann irgendwelche Assoziationen hat… Und ein mal gab es sogar einen imaginären Kontrabass. Fies!

Aber das klingt jetzt so, als hätte ich mich gar nicht auf das Konzert konzentrieren können. Das wäre gelogen! Ich habe schon noch genug vom Konzert und der genialen Stimmung in der Philharmonie mitbekommen, um am Ende sagen zu können: „Gerne nochmal auf ein Wise Guys Konzert!“. Die drei Stunden sind wirklich verflogen und das ist ja immer schon Beweis genug, dass man Spaß hatte und es keine Langeweile gab. Das Programm war bunt gemischt, natürlich großteils aus Liedern vom aktuellen Album Klassenfahrt aufgestellt, aber auch abwechslungsreich ergänzt mit älteren Stücken. Außerdem war von Ballade bis „Mitklatsch-Nummer“ alles dabei.

A prospos Balladen, ich bin eigentlich kein Mensch, der nah am Wasser gebaut ist oder überhaupt emotional schnell überrollt wird, aber gestern bei Sorge dich nicht hatte ich einen ganz dicken Kloß im Hals. Das Lied ist so wunderwunderschön und die Atmosphäre dazu war total ergreifend, ich musste dabei die ganze Zeit an meinen Papa denken und an meine Ma, die das alles tragen muss und, hm… Mir stand das Pipi-Wasser wirklich in den Augen, so etwas habe ich bei mir noch nie erlebt. Ich kriege sogar jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran zurück denke. Einfach nur wow!

Und ich bin sogar zwei mal an dem Abend überrascht worden. Eine junge Sängerin, die 15-jährige Jördis Tielsch, durfte in der zweiten Hälfte ihr Können zeigen. Das Mädchen ist unglaublich! Sie hat eine ganz außergewöhnliche Stimme, die sich absolut nicht nach der einer Jugendlichen anhört. Sie ginge stimmlich auch locker als über 20 durch. Sie kann mit ihrer Stimme aber ganz toll umgehen und ich habe ihr super gerne zugehört. Geige spielt sie lässig nebenbei auch noch ganz fantastisch. Ich finde es sehr gut, dass sie sich bewusst nicht Formaten wie Popstars oder DSDS zuwendet und stattdessen jetzt von den Wise Guys an die Hand genommen wird. Ich wünsche ihr so sehr, dass sie ihren Weg gehen und mit ihrer Musik viele Menschen verzaubern kann!

Übrigens war ich zum ersten Mal in der Philharmonie. Es hat mir dort aber ziemlich gut gefallen, auch wenn ich sonst nähere Plätze „gewohnt“ bin. Mal von weiter hinten und hoch oben den absoluten Überblick zu haben, war auch sehr interessant. Also alles in allem ein unbedingt wiederholenswertes Erlebnis!

Konzertmarathon

Im Moment mache ich wohl alles, was ich mache, eher exzessiv. Das geht von stundenlang lesen bis zu drei Abenden bei irgendwelchen Shows. Am Montag war im Metronom-Theater in Oberhausen ein Benefiz-Konzert für die Erdbebenopfer in L’Aquila und gestern fand in Essen ein kleines, gemütliches Konzert statt. Beide Konzerte waren so unterschiedlich, sowohl von der Atmosphäre als auch von der Musik her und ich kann gar nicht sagen, welcher Abend mir besser gefallen hat. Beide waren auf ihre Art ein besonderes Erlebnis.

Das Konzert für L’Aquila stand ganz im Zeichen von bekannten, aber auch unbekannteren, Rock/Pop-Songs. Die vier Darsteller wollten sich mit ihrer Auswahl von einer ganz anderen Seite zeigen und das ist ihnen auch gelungen. Getragen wurde der Abend von Roberta Valentini, die selbst Verwandtschaft in der Region von L’Aquila hat, und Willemijn Verkaik. Die beiden holten sich, neben einer wunderbaren Band, von Alexander Klaws und David Michael Johnson (DMJ) weitere Unterstützung auf die Bühne.
Die Bühne wurde durch einen Vorhang in der Tiefe deutlich gekürzt, mir war das fast schon zu viel, da es etwas gequetscht wirkte, wenn zusätzlich zur fünfköpfigen Band alle vier Akteure auf der Bühne waren. Auf den Vorhang wurde ein Rubiks-Zauberwürfel projiziert, der die Organisation symbolisierte, an die die Einnahmen des Abends gehen. Zwischendurch diente diese Leinwand auch zum Einspielen kleiner Video-Clips. Die waren total lustig! Im ersten Video hat Wilemijn „dokumentiert“, wie sie total hektisch und panisch einen Geburtstagskuchen für Roberta abholt, deren Geburtstag am Montag war. Zum zweiten Video haben Roberta und Willemijn Not that kind of girl gesungen. Im Video trafen beide als grüne Hexe Elphaba in verschiedenen Situationen aufeinander. Besonders lustig waren die Stellen, wo die eine Elphie die jeweils andere mit Fiyero, dargestellt von Anton Zetterholm, erwischt hat. Besonders nachhaltig im Gedächtnis geblieben, ist mir vorallem das „Sprachtausch-Lied“, Willemijn hat erst Niederländisch und dann Italienisch gesungen und Roberta genau umgekehrt.
Insgesamt war es ein sehr schöner und lustiger Abend, mit dem ein gutes Ziel unterstützt werden konnte.

Gestern war ich dann in Essen beim Konzert von Petter Bjällö und Claus Dam, unterstützt und veranstaltet von Philippe Ducloux. Das LUKAS, in dem der Abend veranstaltet wurde, ist eine Gaststätte, weshalb es keine richtige Theateratmosphäre gab. Die Zuschauer saßen an Tischen und konnten während des Konzerts Getränke bestellen und Essen für die Pause. An sich fand ich es sehr gemütlich dort, aber die immer wieder vorbeilaufende Bedienung hat schon etwas gestört. Ich kann verstehen, dass das LUKAS an den Veranstaltungen mitverdienen möchte, genervt hat es trotzdem.
Den Genuss des Abends konnte das dennoch nicht trüben. Petter und Claus haben ihr Konzert charmant und mit viel Witz gstaltet. Die ersten zwei Blöcke bestanden aus Musik von Cole Porter, der dritte Teil wurde aus einem Mix verschiedenster Lieder gestaltet. Ich bin dank den beiden jetzt auf jeden Fall ein kleiner Cole-Porter-Liebhaber, ich habe eine Weile gebraucht, aber jetzt bin ich von seiner Musik sehr überzeugt.
Ich freu mich schon auf die anderen Konzerte im LUKAS und ich hoffe, dass nochmal ein Cole-Porter-Abend von Petter und Claus in meinem Einzugsgebiet stattfindet.

Lesemarathon und ein Ausflug ins Baltimore der 60ies

Nach einem mehr oder weniger ereignisreichen gestrigen Tag sitze ich nun gelangweilt hier herum und lauer über meinem Telefon. Ich erwarte einen wichtigen Anruf von Technikern, aber es passiert einfach nichts! Wenn ich nicht so telefonscheu wäre, hätte ich wahrscheinlich schon selbst nochmal dort nachgehakt, tja, aber…

Gestern vormittag habe ich am Lesehalbmarathon bei LOVELYBOOKS teilgenommen. LOVELYBOOKS ist eine hübsche Bücher-Community, wo man seine „Bibliothek“ einrichten kann, sich mit Freunden verbinden oder auch in verschiedene Gruppen eintreten kann. Ich bin der Gruppe „Lesemarathon – 24 Stunden lesen“ beigetreten. 24-Stunden-Marathons finden dort etwa alle zwei bis drei Monate statt. Ungefähr ein Mal im Monat gibt es dort einen Lesehalbmarathon, also 12 Stunden lesen.
Ich habe mit den Terminen bisher leider Pech gehabt. Irgendwie hat es nämlich immer Tage getroffen, an denen ich in musicalischer Mission unterwegs war. Man könnte jetzt behaupten, ich wäre zu viel unterwegs, aber wer würde denn sowas sagen? Nun ja, gestern stand also wieder ein Lesehalbmarathon an – und ein Musical-Besuch. Da es aber dieses Mal nur nach Köln zu Hairspray ging, konnte ich sieben von zwölf Stunden mitlesen. Besser als gar nichts!

10 bis 11 Uhr: 17 Seiten (The Demons Convenant ab Seite 10)
11 bis 12 Uhr: 12 Seiten “
12 bis 13 Uhr: 23 Seiten “
13 bis 14 Uhr: 0 Seiten (mittagessen, duschen)
14 bis 15 Uhr: 8 Seiten (weiter The Demons Convenant)
15 bis 16 Uhr: 17 Seiten “
16 bis 17 Uhr: 23 Seiten “
Gelesen insgesamt: exakt 100 Seiten

Eigentlich hatte ich mir schnelleres Lesen zugetraut, aber so genau gemessen habe ich auch vorher noch nie, wie schnell oder langsam ich bin. Ich denke, mich hat in der Lesegeschwindigkeit auch eingeschränkt, dass das Buch auf Englisch ist. Ich liebe Bücher auf Englisch, aber ich bin schulisch jetzt doch schon länger raus und merke leider, dass meine Kenntnisse nach und nach einrosten…
Es war aber eine sehr gute Entscheidung dieses Buch in den Lesemarathon mitzunehmen. Mit dem Vorgänger bin ich nie richtig warm geworden, weil ich nur hier und da mal ein paar Seiten gelesen habe. Das gleiche hat bei The Demons Convenant wieder angefangen, die ersten zehn Seiten haben fast einen Monat gebraucht. Durch den Lesemarathon habe ich mich jetzt endlich konzentriert über längere Zeit eingelesen und bin in der Geschichte richtig drin. Ich freu mich jetzt richtig, gleich wieder weiter zu lesen!

Um 17 Uhr habe ich mich dann fürs Musical fertig gemacht und bin nach Baltimore gefahren, das noch bis zum 26. September mitten in Köln liegt. Hairspray gehört zu meinen Lieblingsmusicals und jede Show macht ganz doll viel Spaß! Mir war bis vor kurzem nie wirklich bewusst, dass ich einen Faible für die lustigen, spaßigen Musicals habe. Es scheint aber so, denn zu meinen absoluten Favoriten zähle ich besonders Spamalot, Buddy und Hairspray. Deshalb bin ich jetzt auch schon sehr auf Grease in Düsseldorf und Petticoat in den Niederlanden gespannt. Die gehen ja auch noch musikalisch wieder sehr in Richtung Hairspray und Buddy.
Gestern war ich mein vorletztes Mal für Hairspray im MusicalDome. Mit der letzten Vorstellung mache ich meine zehn Besuche dann voll. Aber obwohl ich dieses Stück nun schon einige Male gesehen habe, wird es nie langweilig und ich habe es sogar geschafft, dass ich gestern drei Darsteller in großen Rollen hatte, die ich bisher noch nicht gesehen habe. Und keiner der drei hat mich enttäuscht, im Gegenteil!
Mit Kristel van Grunsven habe ich nämlich eine neue Lieblingstracy gefunden. Kristel hat eine wunderschöne, warme Stimme, der man stundenlang zuhören könnte, ohne dass sie einen langweilt oder gar nervt. Besonders beeindruckt hat mich aber auch ihr Tanz. Gut, sie ist schon auch ein wenig dünner als die anderen zwei Tracys und hat dem entsprechend auf diesem Gebiet wohl so ihre Vorteile. Ich mochte ihre Tracy aber wahnsinnig gerne und finde es schade, dass ich sie nur ein Mal in dieser Rolle sehen konnte.
Auch als Penny hatte ich gestern ein neues Gesicht. Ich dachte schon, ich würde alle zehn Vorstellung mit Jana Stelley erleben, aber die musste gestern anderweitig spielen. So konnte ich dann doch noch Leila Vallio als Penny sehen. Leilas Penny unterscheidet sich in vielen Dingen sehr von Janas, das finde ich sehr gut! Dann kommt man gar nicht erst in Versuchung, zu sagen „die ist aber besser“, weil sie so anders sind, dass man das eigentlich nicht festmachen kann. Ich bin sehr froh, dass ich Leilas Penny kennen lernen konnte!
Als meinen dritten Corny hatte ich dann gestern zum ersten Mal Martin Schäffner. Auch er hat mir ganz gut gefallen, gesanglich war er auf jeden Fall toll. Er war mir aber darstellerisch nicht immer präsent genug. Stellenweise ist er mit gar nicht richtig aufgefallen, weil ich mehr auf das restliche Ensemble geachtet habe.
Die anderen Darsteller haben durch die Bank sehr gute Leistung gebracht, wie gewohnt. Ganz besonders hatten es mir gestern Strahlemann Michael Heller und Zodwa Selele angetan. Aber generell waren wohl alle sehr gut drauf, denn man konnte sehen, dass sie Spaß auf der Bühne hatten. Und überrascht wurde ich von Uwe Ochsenknecht! Ich fand ihn noch nie schlecht als Edna, aber er lag doch immer weit hinter den anderen beiden. Gestern hat er für mich einen riesen Sprung gemacht und auf meine vorletzte Vorstellung noch deutlich aufgeholt.

Es war also ein absolut wundervoller Tag, der ruhig und entspannt anfing und in einer genialen Vorstellung sein Ende nahm. Ich trauere gerade schon ein wenig, dass es jetzt nur noch ein Mal nach Baltimore geht… Aber jetzt freue ich mich dann doch erstmal auf das Benefiz-Konzert heute Abend in Oberhausen!

Mal wieder ein Blog

Hallihallo und herzlichen Glückwunsch!

Du bist soeben über einen ganz neuen, taufrischen Blog gestolpert. Ob du dich deswegen glücklich schätzen kannst… wage ich zu bezweifeln, schließlich ist hier noch gar nichts los. Ich hoffe aber stark, dass sich das in den nächsten Tagen und Wochen ändern wird!

Nachdem ich schon zwei – oder drei? mehrere – Blogs nach mehr weniger kurzer Zeit habe verhungern lassen, starte ich gerade mit neuem Motivationsschub in dieses Blog-Experiment. Ich habe doch ein paar Dinge, von denen ich hier und da mal erzählen könnte. Ich muss mich nur dazu aufraffen!

Erstmal wird es damit anfangen, dass ich morgen, oder eher heute, zur Hälfte am Lesehalbmarathon – Leseviertelmarathon sozusagen – auf lovelybooks.de mitmachen werde. Der Halbmarathon geht von 10 Uhr bis 22 Uhr, aber abends geht es für mich dann zu Hairspray. Mein vorletztes Mal, da bin ich schon jetzt etwas traurig drüber. Auf jeden Fall werde ich dann über beide Sachen was schreiben, denke ich.

So, damit ich dann auch um 10 mit Lesen anfangen kann, muss ich jetzt dringend schlafen gehen!