Far Cry 6 – Preview

Schlupp!

Ich durfte vor einigen Tagen eine Preview von Far Cry 6 spielen. Mit der Reihe bin ich zuvor noch nie in Berührung gekommen, aber da es keine zusammenhängende Geschichte zwischen den einzelnen Teilen gibt, war das nicht weiter schlimm. Auf das Anspielen habe ich mich sehr gefreut, denn Ubisoft hat bereits Ende Mai sehr umfangreiche Accessibility-Features für Far Cry 6 angekündigt, die sehr interessant und spannend sind.

So gibt es einige Presets für verschiedene Bereiche, die direkt mehrere Einstellungen auf einmal ändern. Natürlich können einzelne dieser Änderungen dann auch individuell wieder zurück geändert werden. Im Preset für motorische Behinderungen werden zum Beispiel wiederholte Tastendrücke zu einmaligem Drücken geändert oder Tasten, die gehalten werden müssen, rasten ein, aber auch die Vibration des Controllers wird ausgeschaltet. Controller-Vibration kann Schmerzen verursachen oder dafür sorgen, dass mehr Kraft benötigt wird, um den Controller zu halten, und führt so schneller zu Ermüdung der Muskeln. Ich mag aber eigentlich ein bisschen Vibration ganz gerne und kann mir diese dann auch, obwohl ich das Preset benutze, wieder einschalten.

Damit hört es aber noch nicht auf. Es ist auch möglich, das Controller-Layout auf einhändiges Spielen einzustellen, selbstverständlich mit der Wahl, ob rechte oder linke Hand. So werden die wichtigsten Aktionen automatisch auf Tasten der gewählten Seite gelegt und der Stick kombiniert Bewegung und Kamera. Auch hier ist es möglich, die Tastenbelegung noch nach eigenen Bedürfnissen zu ändern.

Far Cry wird in der First-Person-Perspektive gespielt. Das heißt, ich sehe meinen Charakter nicht auf dem Bildschirm, sondern schaue direkt durch seine Augen. Üblicherweise werden für diese Perspektive immer beide Sticks des Controllers benötigt. Mit dem einen wird der Charakter gesteuert, mit dem anderen die Blickrichtung. Da ich nicht beide Sticks gleichzeitig betätigen kann und ein häufiges, abwechselndes Umgreifen mich sehr anstrengen würde, konnte ich solche Spiele bisher nur mit dem Adaptive Controller spielen. Dort habe ich eine Taste für „nach vorne“ und durch eine Veränderung der Blickrichtung mit dem entsprechenden Stick kann ich die Laufrichtung beeinflussen. Das funktioniert ganz gut, kommt aber auch mit Einschränkungen: ich kann den Charakter zum Beispiel nicht rückwärts laufen lassen. Daher war ich sehr gespannt darauf, wie Ubisoft in Far Cry 6 eine „Ein-Stick-Steuerung“ umsetzt.

Ich habe am Anfang der Spiel-Session eine Weile gebraucht, um mich in diese Steuerung einzuarbeiten. Es gab keine Erklärung, wie oder ob ich die Blickrichtung auch getrennt von der Bewegung steuern kann, wenn ich mich umsehen möchte zum Beispiel. Nach etwas Eingewöhnungszeit hatte ich dann aber raus, dass zwischen Laufen und Umschauen durch einen Druck auf Zielen umgeschaltet werden kann. Von da an ging alles ziemlich gut. Ich bin von der „Ein-Stick-Steuerung“ sehr angetan und finde die Umsetzung richtig gut gelungen.

Meine Spiel-Session ging mehrere Stunden und am Ende war ich auch wirklich platt, aber dass ich tatsächlich – mit Pause – fast fünf Stunden spielen konnte, ist schon ein gutes Indiz, dass die eingebauten Features mich gut unterstützt haben. Ein weiteres Indiz dafür ist, dass ich den Adaptive Controller nur minimal mit dazu genommen habe, ich konnte nämlich sogar fast ausschließlich mit dem Standard-Controller spielen.

Ebenso wichtig ist aber auch, dass die Session viel Spaß gemacht hat. Wenn mich ein Spiel nicht packt, dann helfen die besten Features nicht und meine Kraft schwindet trotzdem schnell. Der Einstieg in die Story hat ziemlich direkt mein Interesse geweckt, es geht aber auch wirklich schnell zur Sache. Die Charaktere, die ich bis dahin kennen lernen konnte, waren auch durchweg interessant und die Landschaft ist ansprechend.

Das beste am ganzen Spiel ist aber, dass es tierische Begleiter gibt und diese auch noch gestreichelt werden können! Schon sehr zu Beginn habe ich Guapo zur Seite gestellt bekommen. Die Beschreibung „niedlich“ passt da wohl nicht so recht, aber er ist sehr praktisch im Gefecht und einfach auf jeden Fall richtig cool!

Nach den ersten Einführungsquests wurde ich dann für die Preview ein bisschen weiter nach vorne in den Verlauf des Spiels gezaubert. Dafür wurde mein Charakter etwas aufgepumpt und ich habe neue Items erhalten. Darunter war auch der süße Hund, Chorizo. Ich bin jetzt offiziell Chorizo-Fangirl, denn die kleine Hundewurst ist einfach nur niedlich! Das ist auch sein Zweck, als Begleiter soll er mit seiner Niedlichkeit Gegner ablenken. Ich bin nicht dazu gekommen, das zu testen. Dafür habe ich ausgiebig das Streicheln getestet und für sehr gut befunden. Chorizo wird wahrscheinlich der nicht-ganz-so-heimliche Star in Far Cry 6, aber schaut ihn auch einfach mal an!

Das Quietschen von seinem Rollstuhl habe ich immer noch im Ohr 😀

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