Mini-Accessibility-Reviews

Zu:
The Sinking City (PlayStation 4)
The Witcher III (PlayStation 4)
Wolfenstein The New Order (Xbox One)
Vampyr (Xbox One)

Endlich bin ich mal wieder dazu gekommen, ein bisschen was zu zocken. Danke, Urlaub! Bis auf bei Sinking City habe ich allerdings in alles nur mal ein bisschen hinein gespielt, um mich mit der Steuerung bekannt zu machen. Auf die Inhalte werde ich daher eher nicht eingehen, sondern mehr nur darauf, ob und wie gut ich die Games bedienen konnte.

Ich fange mal mit Sinking City an. Nach langer Zeit hatte ich mal wieder einen PlayStation-Controller in der Hand und musste feststellen, dass ich mich doch schon ziemlich an den Xbox-Controller umgewöhnt habe. Es fühlte sich merkwürdig ungewohnt an. Auch habe ich festgestellt, dass ich durch den Adaptive Controller sehr verwöhnt bin und es mir ziemlich lästig war, für die Navigation des Charakters beide Sticks zu nutzen. Für mich war die aktiv spielende Zeit an Sinking City dann auch recht schnell vorbei, als für die Item-Wahl die Schultertasten gebraucht wurden und zum „fotografieren“ gehalten werden mussten. Ab da gab ich den Controller ab und habe nur noch bei den Ermittlungen mitgedacht. Spätestens bei den Kämpfen wäre es aber eh vorbei gewesen, denn das Spiel ist wirklich unfair und teilweise sehr verbuggt, was das angeht.

Dann habe ich „nur mal eben“ auch auf der PlayStation in The Witcher III reingeguckt. So ungefähr für zweieinhalb oder auch drei Stunden. Die automatische Kameraführung funktionierte für mich richtig gut. Ich konnte problemlos durch die Welt steuern und musste dafür nur einen Stick nutzen. Schwierigkeiten haben mir auch hier wieder die Schultertasten bereitet. Für den Hexersinn oder das Zielen mit der Armbrust müssen sie gedrückt gehalten werden. Die Armbrust kann ohne zielen auch gar nicht verwendet werden, was zu einem frustigen Moment führte, weil das Game unbedingt wollte, dass ich den Greifen erschieße und ich das aber so nicht konnte. Tatsächlich habe ich es dann irgendwie geschafft, ihn mit dem Schwert zu treffen und dann zu erledigen. Nervig war auch, dass ich immer aufs Touchpad gekommen bin, wenn ich die Position vom Controller ändern musste, und sich dadurch ständig die Map geöffnet hat. Auf der Xbox könnte ich den Witcher wahrscheinlich ganz gut spielen, aber ich scheue mich so vor großen Spielen, weil ich dafür zu wenig Zeit und oft nicht die Energie habe und da sind mir die 50 € dann einfach zu viel.

Drüben im Xbox-Universum habe ich mich auch ein bisschen umgesehen. Dank GamePass kann ich aus einer großen Auswahl jederzeit Spiele ausprobieren, ohne mich in große Unkosten stürzen zu müssen. Angefangen habe ich mit Wolfenstein The New Order. Einige Bekannte von mir haben vor kurzem mit Wolfenstein Youngblood angefangen und mein Interesse für die Reihe dadurch geweckt. Wieder einmal bin ich überrascht, welche Spielmöglichkeiten ich durch den Adaptive Controller mittlerweile habe. Nie hätte ich gedacht, mal Shooter spielen zu können – und auch nicht, dass ich daran sogar Spaß habe. Ich hatte allerdings ein Problem, mir fehlt noch ein zusätzlicher Knopf für den Adaptive Controller, den ich zum Beispiel mit dem Kinn oder dem Kopf betätigen kann. Also so, dass ich am besten gleichzeitig noch etwas anderes drücken kann. Mit dem aktuellen Setup musste ich für verschiedene Anforderungen Knöpfe umstecken lassen und das ist natürlich nicht so toll. Ich muss mir da mal was überlegen.

Zu guter letzt gab es dann noch ein bisschen Vampyr. Das Spiel steuert sich sehr angenehm und auf Stufe „Ich will nur die Story“ sind die Kämpfe auch mit schlechter Reaktion und verminderten Ausweichmöglichkeit einigermaßen machbar. Sehr nervig und schwierig war für mich, dass in Dialogen die Antwortoption mit dem linken Stick ausgewählt und mit A bestätigt werden muss. Die Auswahl rastet dabei nicht ein, also darf der Stick nicht losgelassen werden. Ich habe mir dann mit dem Adaptive Controller einen Knopf für A direkt neben den Stick platziert, aber das fühlte sich nach totaler Knopfverschwendung an, weil ich A eigentlich ohne Probleme nutzen kann. Auch das Menü ist unpraktisch gestaltet. Die Auswahl der einzelnen Punkte erfolgt über einen Curser und es ist nicht möglich, sich mit dem Steuerkreuz durch die Punkte zu klicken.

Leider war der Urlaub viel zu schnell vorbei – wie das irgendwie immer so ist. Ich hätte gerne Vampyr und Wolfenstein noch weiter verfolgt. Die nächsten paar Wochen sind noch relativ voll gepackt, aber wenn sich dann mal wieder ein freies Wochenende findet, hole ich sicher eines der Games wieder raus.