Tag 19 – Welches Musical hat dich am meisten positiv überrascht?

Ich könnte jetzt ja schon wieder mit Spamalot antworten, aber es gibt da noch ein paar mehr. Zuletzt überrascht hat mich die Rocky Horror Show. Ich war mir zwar sicher, dass sie mir gefallen würde, aber etwas skeptisch war ich trotzdem. Und dass sie mich dann so sehr überwältigt, damit hatte ich nicht gerechnet. Am meisten positiv überrascht hat mich bisher jedoch Buddy. Die CD fand ich ganz nett und die Cast hat mich letztlich gelockt und dann habe ich mich in das Stück verliebt und meine Passion für den 50es Rock’n’Roll entdeckt. Buddy ist für mich die gelungenste Compilation-Show, weil nicht irgendeine Geschichte um die Lieder gesponnen wird, sondern die kurze Karriere nachgezeichnet wird.

Tag 18 – Ein Musical, das dich zum Lachen gebracht hat?

Wie war das noch mit den immer gleichen Antworten bei diesem 31 Tage? Ich wiederhole mich zum gefühlten 100. Mal und ich weiß gar nicht mehr, was ich noch großartig dazu schreiben soll. Ihr wisst ja alle von meiner Liebe und auch, worin ich sie begründe. Das alles habe ich schon mehrfach mehr oder weniger ausschweifend hier erzählt und deshalb kurz und knapp: Das Musical, das mich zum Lachen gebracht hat, ist Spamalot.

Tag 15 – Welches Musical sollte unbedingt noch verfilmt werden?

Puh! Das ist schwierig für mich. Mein Konflikt ist, dass die Musicals, die ich über alles liebe, eigentlich nicht verfilmbar sind oder bereits verfilmt wurden. Spamalot beispielsweise hatte einige Improvisationsstellen, die kann ein Film nicht einfangen, da er nur eine Momentaufnahme von einer Show ist. Dagegen ist Buddy nicht wirklich verfilmbar, weil das tolle an dem Stück die Live-Atmosphäre ist, da würde bei einer Verfilmung das ganze Feeling auf der Strecke bleiben. Eventuell wäre We Will Rock You verfilmbar, das könnte ich mir schon ganz gut vorstellen, aber auch da würde am Ende das Live-Erlebnis fehlen. Was mich aber jetzt beim Schreiben plötzlich als Idee überfallen hat, ist Hinterm Horizont. Ich denke, das würde gut funktioniert. Das Stück hat einen recht hohen Sprechanteil, was für eine Verfilmung schon ganz passend wäre und ich glaube, man könnte unglaublich tolle Bilder zeigen, besonders wenn die Mauer fällt.

Tag 11 – Welches Musical könntest du dir immer und immer wieder ansehen?

Es wird wohl keinen überraschen, was jetzt kommt. Die letzte Vorstellung von diesem Musical war gestern zwei Jahre her und ich will es immer noch zurück. Ich vermisse es immer noch sehr, wenn auch mittlerweile anders als im ersten Jahr. Das erste Jahr war wirklich schlimm, fast überall habe ich Dinge/Sätze/sonstwas gesehen, das mich schmerzhaft dran erinnert hat. Langsam ist es nicht mehr so extrem. Manchmal gibt es Tage, wo es überall von Anspielungen wimmelt, aber die sind seltener geworden.

Ich spreche natürlich von Spamalot. Das könnte ich mir immer wieder ansehen und bin mir sicher, dass es trotzdem nicht langweilig würde. Bei Spamalot war nämlich in meinen besuchten sechs Shows keine wie die andere und wäre es auch nie geworden, wenn es länger hätte laufen dürfen.

Tag 7 – Dein Lieblingsmusical?

Ich werde jeden Tag später, aber noch ist es Tag 7…

Ja, das könnte so leicht sein mit dem Lieblingsmusical, aber ich tu mich doch wieder etwas schwer. Ein großer Teil meines Herzens gehört Spamalot, aber es haben sich mittlerweile noch zwei andere Stücke darin einen festen Platz erspielt. Buddy und die Rocky Horror Show. Diese drei sind mir die allerliebsten Stücke, meine No #1 von denen wird aber wohl immer Spamalot bleiben, was allerdings nicht nur am Stück liegt, sondern an allen Begleitumständen. Es hat mich in einer schweren Zeit immer wieder aufmuntern können und mir viel positive Energie gegeben.

Tag 5 – Welches Musical-Genre bevorzugst du?

Gut, heute ist es relativ einfach. Ich liebe vor allem eher die spaßigen Stücke. Besonders gerne habe ich, wenn man selbst irgendwie am Stück teilnimmt wie bei Buddy und ganz extrem bei der Rocky Horror Show und ich liebe es, wenn es Improvisationsmöglichkeiten für die Darsteller gibt, besonders an Spamalot habe ich geliebt, dass keine Show wie die andere war. Mir gefallen aber nicht ausnahmslos alle Spaß-Stücke, dass habe ich dieses Jahr erfahren können. Ebenso gibt es auch viele ernste Stücke, die ich sehr mag.

Heut’ ist ein Tag zum Trauern, ein Trauertag…

Heute Abend ist es ein Jahr her, dass ich in der letzten Vorstellung von Spamalot saß. Ich kann noch gar nicht fassen, dass das jetzt schon so lange ausgespielt hat. Irgendwie fühlt es sich immer noch so an, als wäre es erst vorgestern gewesen. Die Zeit mit Spamalot hat mir unglaublich viel gebracht – und das meine ich wirklich so kitschig, wie es sich anhört!

Meine richtige Spami-Phase begann erst mit meiner zweiten Show, ein Spontanbesuch am 9. Mai. Von da an war ich dann bis September jeden Monat in der Show. Jeder einzelne Besuch hat mir richtig gut getan, ich konnte abschalten, viel lachen und wieder Kraft tanken. Ich bin fest davon überzeugt, dass mir Spamalot geholfen hat, nicht über Papas Schlaganfall zu verzweifeln, auch wenn der da schon über ein halbes Jahr zurück lag, unser Familienleben bringt er nach wie vor durcheinander. Es hilft mir auch immer noch, einfach die Musik zu hören, wenn wieder irgendwas ist.

Ich finde es toll, über eine Show sagen zu können, dass sie mich so sehr gestützt hat. Damit meine ich, dass ich vorher nicht gedacht hätte, dass Theaterbesuche so eine Wirkung haben können, ich das aber sehr beeindruckend und wirklich schön finde.

Aber vor allem auch die unglaublich tolle Cast trägt sehr dazu bei, dass mich dieses Stück so begeistern konnte. Jeder einzelne hat die Abende, wo ich da war, förmlich vor Spielfreude gestrahlt. Man hat einfach gesehen, dass sie nicht bloß ihren Job machen, sondern richtig Spaß dabei hatten. Es war immer wieder eine Freude, die Darsteller auf der Bühne zu beobachten. Ich habe durch Spamalot einige Darsteller kennen gelernt, die ich jetzt immer wieder gerne auf der Bühne sehe.

Und so sage ich zum Abschluss einfach: Vielen Dank für diese tolle Zeit!