„Doppelbett mit Liebesbrücke“ von Aline Engels

Zur Abwechslung gibt es mal wieder eine kleine Buchempfehlung von mir. Am Wochenende habe ich die Biografie „Doppelbett mit Liebesbrücke“ von Aline Engels gelesen und kann sie jedem anraten, der noch ein kleines Buch mit Herz und Witz sucht.

Das erste Mal habe ich auf Facebook von dem Buch gehört, aber der Teaser hat mich eher skeptisch zurück gelassen. Dort hatte ich den Eindruck, dass eine Frau, die mit einem behinderten Mann zusammen lebt, in der Biografie etwas überdramatisch über die Schwierigkeiten des gemeinsamen Lebens erzählen würde. Jammerei über Behinderung liegt mir gar nicht und so hakte ich das Buch ab. Wenige Tage später tauchte in einem Forum für Muskelkranke dann wieder ein Hinweis auf und eine Schreiberin kommentierte, dass sie bereits die Hälfte gelesen habe und es ein gutes Buch sei. Daraufhin beschloss ich, es mir zu holen, sollte mein eBook-Store es anbieten.

Ich würde jetzt nicht hier schreiben, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre und mir „Doppelbett mit Liebesbrücke“ zusätzlich nicht auch noch gut gefallen hätte. Fangen wir mit meiner Befürchtung an: nein, es wird nicht gejammert und schon gar nicht überdramatisiert. Aline Engels schreibt in einem leichten Stil und hat ein gutes Händchen für Humor und Ironie. Viele der (mitunter auch mal komischen) Situationen kann man sich durch ihre Schilderung wunderbar vorstellen, was durchaus die Gefahr des Dauergrinsens in sich birgt.

Aber worum geht es nun eigentlich? Aline Engels, hoffnungslose Workoholic und alleinerziehende Mutter von zwei mittlerweile erwachsenen Kindern, lernt bei einem ihrer noch sehr zahlreich werdenden Projekte Tim kennen. Tim lebt seit seiner Kindheit mit Spinaler Muskelatrophie und wohnt schon viele Jahre selbstständig mit Assistenz. Die Chemie zwischen Aline und Tim stimmt von Anfang an und so kommen immer mehr gemeinsame Projekte in Gang, denn Aline merkt bald, dass sie sehr viel Zeit in Tims Nähe verbringen möchte. Aber was Aline auch tut und macht, Tim wahrt stets eine gewisse Distanz. Das wäre natürlich kein Stoff für ein gutes Buch und wie man sich denken, schaffen die beiden doch irgendwann, auszusprechen, was alle anderen schon längst gewusst haben. Und damit fängt das eigentliche Abenteuer auch erst an:
Was werden die Familien über diese Beziehung sagen? Wie bringt man ein Leben mit 24-Stunden-Assistenz und eine Partnerschaft unter ein Dach? Und warum gibt es eigentlich keine partnergerechten Pflegebetten?

Für mich war an „Doppelbett mit Liebesbrücke“ besonders interessant, eine Beziehung mal aus der Sicht des nicht-behinderten Partners geschildert zu bekommen. Ich lebe mit derselben Behinderung wie Tim und habe daher eine gute Vorstellung von Gedanken und Befürchtungen, die man als Partner mit Behinderung hat. Was aber könnte im Kopf des nicht-behinderten Partners vorgehen? Welche Gedanken macht er sich? Dazu erhält man von Aline einen guten Überblick. Und da ich die ein oder andere von ihr geschilderte Situation auch schon mal erlebt habe, stufe ich ihre Biografie als sehr realitätsnah ein.

Wer sich auch nur ein kleines bisschen für diese Thematik interessiert, wird den Kauf des Buches nicht bereuen. Und wer noch eine sommerliche Liebesgeschichte braucht, der wird auch ein paar schöne Lesestunden damit verbringen können.

Ein Selbstversuch – oder: Was die „Awaken“-Trilogie von Katie Kacvinsky mit mir gemacht hat

Als ich Mitte Februar eine Woche krank war habe ich zwei Bücher verschlungen, die ich hier kurz vorstellen möchte. Band 1 ist „Die Rebellion der Maddie Freeman“ und Band 2 „Maddie – Die Rebellion geht weiter“, beide von Katie Kacvinsky im Original unter dem Titel „Awaken“ erschienen. Der dritte Teil ist leider noch nicht einmal fertig geschrieben, dabei warte ich jetzt so ungeduldig darauf. Sicher ist das auch ein Grund, warum mich die Geschichte nachdem ich die letzte Seite schon vor zwei Wochen beendet habe, immer noch nicht richtig losgelassen hat.

Worum geht es bei der Trilogie?

Maddie lebt im Amerika des Jahres 2060. Alle Menschen sind über Soziale Netzwerke verbunden und nur sehr wenige Leute gehen überhaupt noch vor die Tür, schließlich kann man auch alles (Einkaufen, Sport, Strandspaziergänge, …) bequem online erledigen. Die Kinder und Jugendlichen lernen ausschließlich von Zuhause aus an der Digital School, die von Maddies Vater aufgebaut wurde. Die Beziehung zwischen Maddie und ihrem Vater ist recht angespannt, da sie ein paar Jahre zuvor einer Widerstandsbewegung Daten über die Digital School zugespielt hat. Als Maddie nun in einem Chat Justin kennen lernt, der ihr die Offline-Welt zeigt, beginnt sie erneut, das System der vollkommen digitalisierten Welt in Frage zu stellen. Jetzt muss sie sich entscheiden, ob sie mit ihrer Familie in dieser digitalen Welt leben möchte oder zusammen mit ihren Freunden gegen das System kämpfen will…

Zunächst fühlte es sich wirklich seltsam an, in diese Geschichte einzusteigen, während man auf einem eBook-Reader liest, weil einem die beschriebene Welt dadurch gar nicht so weit weg und fremd vorkommt. Nach einer kurzen Eingewöhnung konnte ich dann aber gut in die Geschichte einsteigen. Sie hat mich schnell gefesselt und ich konnte mich nur schwer trennen, um einzukaufen oder zu schlafen oder sonst etwas. Ich finde, dass Katie Kacvinsky die Welt sehr anschaulich beschreibt und man sich gut vorstellen kann, dass die Entwicklung unserer Welt in genau diese Richtung geht. Es gibt zum Beispiel eine Szene, da sitzen Maddie und eine Freundin im Shuttle und anstatt sich mit Maddie zu unterhalten, tippt die Freundin auf ihrem Handy herum und gibt nur einsilbige Antworten ohne richtig zu zu hören. Wie oft kann man so etwas schon heute in der Bahn beobachten? Oder es wird beschrieben, dass die Leute sich immer weniger Zeit nehmen, anstatt zum Beispiel eine Stunde zu kochen, schieben sie sich lieber einen chemisch mit allen Nährstoffen ausgestatteten Müsliriegel zwischen die Zähne. Und so gab es viele kleine Momente, die mir bewusst gemacht haben, dass wir uns genau darauf zu bewegen und das fand ich stellenweise ziemlich erschreckend.

Passend dazu habe ich letzte Woche den Artikel „The Off Switch“ gelesen, in dem eine Familie erzählt, dass sie von Freitagabend bis Samstagabend alle Geräte ausschalten, um in diesen 24 Stunden nicht durch E-Mails, SMS oder sonstige Push-Nachrichten abgelenkt zu werden. Da ich gerade eh noch in dieser „Hilfe, wir sind alle viel zu viel online und digitalisiert“-Wolke schwebe, habe ich mir überlegt, diese Idee zumindest vorübergehend aufzugreifen. Erst hatte ich gedacht, dann von Samstagmittag bis Sonntagmittag abzuschalten, aber eigentlich wäre das ja irgendwie geschummelt. Ich wäre dann zwar 24 Stunden offline, aber hätte trotzdem an beiden Tagen einige Stunden, die ich im Netz vertrödeln könnte. Deshalb werde ich auch die Freitag-auf-Samstag-Regel übernehmen. Ansonsten muss ich das Modell ein bisschen für mich beugen. Ich werde mein Handy nur vom Internet trennen und nicht komplett ausschalten, da ich erreichbar sein muss, falls eine Assistentin plötzlich erkrankt oder sich auch einfach nur verspätet. Auch werde ich mir erlauben, den eBook-Reader (aber ohne Internet!) zu benutzen, denn irgendwas muss ich in den 24 Stunden ja machen und handfeste Bücher kann ich mittlerweile leider kaum noch benutzen. Damit werde ich dann also nächste Woche anfangen und vielleicht nach ein paar Wochen hier mal darüber berichten.

„Ziemlich beste Freunde“ von Philippe Pozzo di Borgo

Nachdem ich den Film Ziemlich beste Freunde gesehen hatte, freute ich mich sehr, dass ich bei LOVELYBOOKS an der Leserunde teilnehmen durfte und das Buch gewonnen habe. Schon nach den ersten Kapitel fragte ich mich allerdings, wie aus so einem schweren, bedrückenden Buch ein so unbeschwerter, lebensfroher Film werden konnte. Bis zu letzt habe ich noch darauf gewartet, dass etwas von der Fröhlichkeit des Films im Buch auftaucht, ich wartete vergeblich.

Vielleicht hätte ich das Buch anders wahrgenommen, wenn ich den Film nicht gekannt hätte, allerdings wäre das immer noch kein Buch, dass mir sonderlich gefallen würde. Zum einen ist da der Erzählstil, der mir nicht zusagt. Es gibt sehr viele Zeit- oder Gedankensprünge, denen ich manchmal nicht sofort folgen konnte und die die ganze Erzählung ziemlich verworren machten. Mein größtes Problem hatte ich jedoch damit, dass Philippe fast die ganze Zeit erzählt, wie sehr er leidet und wie schlimm doch alles ist. Ja, er hat durchaus ein sehr schweres Paket zu tragen, nicht nur mit seiner eigenen Krankheitsgeschichte, sondern besonders auch mit der Krankheit seiner Frau. Wahrscheinlich nehme ich die ganze Geschichte auch aus meiner Situation heraus, dass ich selbst im Rollstuhl sitze und viel personelle Hilfe brauche, auch ganz anders war, als der Leser ohne Behinderung, ich weiß es nicht.

Für mich persönlich ist ein Leben mit Behinderung jedenfalls nicht so schwarz, wie es in diesem Buch vermittelt wird, sonders es kann – und sollte! – sehr bunt und lebhaft sein.

„Mach dieses Buch fertig“ – Station 8

Nach vier kommt acht. Ist doch so, oder nicht? Naja, das mit dem „Schickt mir dann eure Bilder“ hat wohl nicht so gut geklappt, egal. Solange ich immer zwischendurch kleine Lebenszeichen von meinem Buch bekomme, ist es ja noch okay. So bleibt es spannend, wenn es dann irgendwann zu mir zurück kommt.

Station 8 war die gute Lea, die mein Buch in der Zeit so lieb gewonnen hat, dass es ihr sogar etwas schwer fiel, es nach all der gemeinsamen Zeit weiterzuschicken. Aber sie hat es brav abgegeben und mir Bilder und kleine Kommentare geschickt. Die bekommt ihr dann jetzt zu sehen:

"Natürlich erstmal das Buch durch die Gegend schmeißen - muss ja sein :D"
"Ein bisschen HiHo muss sein - ich glaub, das ist meine Lieblingsseite. Schön bunt und HiHo eben.. hehehe."
"Mit ins Bett genommen hab ich es natürlich auch 😀 Und auch sonst hat es mich immer begleitet und war sogar in Berlin!"
"Die Seite in die man unnütze Dinge kleben sollte - unter anderem das City Tour Ticket von der gemeinsamen Berlin-Reise <3"
"Die hat einfach Spaß gemacht :D"

Ich finde alle Seiten toll und ganz besonders freue ich mich über das City Tour Ticket von unserer gemeinsamen Reise. Die Berlin-Tour war einfach so schön und harmonisch und jetzt klebt ein Stück (mit der HiHo-Seite ja eigentlich zwei) Erinnerung daran in meinem Buch. Danke, Lea!

Lea hat übrigens auch selber gebloggt.

„Mach dieses Buch fertig“ – Station 2

Das hier wird nur ein kleiner Bilder-Beitrag für zwischendurch. Nächste Woche wird es dann wohl ein oder zwei Berichte geben, da ich heute Abend zur Rocky Horror Show gehe und das Wochenende in Fulda bei der Päpstin bin.

Nun also aktuelle Bilder von meinem Buch:

Ausreißen und mitwaschen - die Tinte ist wohl wasserfest
Die Seite besticken - das ist ja wohl megacool!

Ich bin total verliebt in die bestickte Seite! Die ist richtig schön geworden und dann auch noch so toll musicalisch! Das Buch wird ein wundervolles Kunstwerk, wenn das so weitergeht.
Die Seite mit den Obstaufklebern dürft und sollt ihr gerne alle bearbeiten, damit das eine bunte Sammlung wird.

Ein Rundumschlag – Kreatives, Kurioses und viel Spaß

Also ich werde heute über mehrere und verschiedenste Dinge schreiben. Ich habe für diesen Beitrag schon voll den Plan, das hatte ich noch nie. Mal sehen, ob das gut geht. Für gewöhnlich schreibe ich einfach drauf los und seh am Ende, was dabei rum kam.

Den Anfang macht die Buch-Aktion. Von seiner ersten Station habe ich schon Bilder bekommen, die ich natürlich zeigen möchte. Heike meint: „Ich habe mir etwas Harmloses ausgesucht, es ist ja immer noch ein Buch.“ Und schickte mir diese Bilder

Inwieweit besonders das zweite noch harmlos ist, darüber lässt sich wohl streiten. Ich bin mal gespannt, was diesem Buch noch alles passiert und in welcher Verfassung es ist, wenn es wieder zurückkehrt. Ich hoffe ja, dass sich irgendwer noch an etwas brutalere Aufgaben traut, „Leine dieses Buch an und gehen spazieren“ oder so vielleicht. Aber ich will hier nichts vorschreiben!

Als nächstes möchte ich mal einen kleinen Überblick geben, über verschiedene Suchanfragen, die auf meinen Blog führen. Viele Anfragen sind völlig normal und hängen auch logisch mit dem Inhalt meines Blogs zusammen, aber manche sind so komisch gestellt, dass ich grinsen muss, andere führen auch mal total am Thema vorbei. Ich fange mit ein paar Beispielen für normalere Anfragen an:

Michael Heller Grease führte ganze 27 mal auf meinen Blog, zusammen mit Schreibweisen in anderer Reihenfolge kommt er auf sage und schreibe 59, dabei sind noch nicht die Hairspray-Anfragen mitgezählt.

Danach folgt in der Statistik RENT Hürth, das mit verschiedenen Kombinationen auf insgesamt 47 Suchanfragen kommt.

Mit der Kombination Willemijn Verkaik Bart wurde mein Blog bereits 18 mal aufgerufen.

Die sind ja noch alle halbwegs normal und nachvollziehbar. Naja, die mit Willemijn und Bart vielleicht nicht so. Was erwarten die Leute denn zu finden? Aber über RENT in Hürth habe ich einen Bericht geschrieben und Michael taucht in vielen Berichten aus Hairspray- und Grease-Zeiten auf. Nun aber zu den interessanten Anfragen:

tolle bilder, aber das sage ich ja nicht zum ersten mal – Ich sage auch vieles nicht zum ersten mal, aber Bilder sind hier eher selten.

was muss man über philippe ducloux wissen – Also solch kostbares Wissen gebe ich doch hier nicht einfach preis.

kaninchenbau was tun? – Ich fürchte, wir reden aneinander vorbei, aber falls nicht: im ARGR-Forum anmelden, mit netten Leuten ermitteln und Spaß haben.

baskische kaninchen mit gemüse – Das Rezept hätte ich vielleicht beim Kochkurs mit dem SEK bekommen, aber mich hat ja keiner abgeholt.

wie gefällt euch grease in düsseldorf – Also mir gefiel es sehr gut!

valerie link gesehen einfach so mal ? – Ich glaube nicht, aber wahrscheinlich hätte ich sie auch nicht erkannt.

michael eisenburger freundin 3 mal – Ich bin es nicht!

Da sind doch interessante Sachen dabei, oder? Faszinierend finde ich, dass manche Leute scheinbar ganze Fragen bei Google eingeben. Das wäre mir viel zu anstrengend, außerdem schmeißt es eh die Hälfte der Wörter dabei raus. Und irgendwie erschreckend, dass es oft um das Privatleben von Darstellern geht, XY schwul, XY Freundin, XY Krankheit. Naja, jedem seine Interessen…

Meine Interessen (woah, Überleitung!) haben mich gestern mal wieder auf  Tour geschickt. Die erste Station war der Flashmob zur Rocky Horror Show am Kölner Dom. Die Aktion an sich fand ich echt gut. Das ist mal eine andere Art, Werbung für Musical zu machen und Fans konnten dabei gleich eingebunden werden. Ich hoffe, es bringt den nötigen Erfolg und der Musical Dome wird die paar Wochen gut gefüllt. Darunter, dass es als Promo-Aktion geplant und durchstrukturiert war, hat allerdings der Flashmob-Faktor etwas gelitten. Schon eine halbe Stunde vorher saßen kostümierte Leute dem Dom gegenüber und auch in Köln ist das mitten im Sommer nicht alltäglich. Diese Gestalten bekamen dann etwa kurz vor zwei den Auftrag, sich „unauffällig“ zu verteilen. Als dann der Time Warp leise losschallte, begann ein Grüppchen zu tanzen und nach und nach kamen von den Seiten immer mehr dazu. Das war schon toll. Mein Video davon gibt es hier.

Das hat schon Spaß gemacht, aber im Titel habe ich „ganz viel Spaß“ angekündigt. Wer ist dafür besser geeignet als die Jungs von Stanke ohne Strom? Richtig, keiner. So ging es nach einem Mittagessen al Notizblog 217 mal wieder nach Essen ins Chicago. Und da war gestern irgendwie der Wurm drin. Wegen Stromproblemen fing das Konzert schon eine halbe Stunde später an. Dafür war Stanke ohne Strom dann doch nicht ganz ohne Strom, sondern immerhin mit ein wenig Strom für die Bühne. Dazu kam, dass es über der Bühne vom Dach tropfte und so ein dekorativer, knallroter Eimer und eine Kaffeekanne als hübsche Bühnenelemente aufgestellt wurden.

Zum Konzert kann ich wieder gar nicht so viel sagen. Es war wie immer eine grandiose Stimmung, wie immer war die Musik einfach toll und wie immer kam auch Comedy nicht zu kurz. Nicht wie immer war, dass es keinen Special Guest gab, jedenfalls nicht im ersten Teil. Im zweiten Teil hat Lea Christin (ist das der Nachname? hat sie einen Nachnamen?) ein Lied singen dürfen. Sie hat mir sehr gut gefallen, von mir aus hätte sich auch noch ein Lied singen dürfen. Ich bin dafür, dass sie ab jetzt immer Musicalnachwuchs als Special Guest holen. Natürlich habe ich mich bei den vorigen Konzerten immer sehr auf die Special Guests gefreut, die ich kannte und sehr mag, aber für „die Kleinen“ ist das eine super Chance, Erfahrung und erste Fans zu sammeln. Nur Patricks Arbeitsverhalten sollten sie vielleicht kritisch hinterfragen und sich lieber nicht aneignen…

Aber auch wenn Patrick wieder sehr gut dabei war, war es ein richtig toller Abend. Dass SoS zwischenzeitlich Stanke ohne Songtext war, kennt man ja auch von der ein oder anderen seriösen Veranstaltung. Wie auch immer, ich hoffe, das nächste SoS kommt bald!

„Mach dieses Buch fertig“ – endlich geht’s los!

Ja ja, ihr dürft ruhig ein wenig schimpfen. Ist doch schon fast ein halbes Jahr seit meinem Aufruf vergangen und es ist noch nichts weiter passiert. Und woran lag es? Einfach an mir und daran, dass ich nicht angefangen habe. Jetzt habe ich mich aber endlich ausgetobt und schon spätestens am Wochenende geht das Buch zum nächsten „Zerstörer“. Eigentlich hatte ich die Anmeldezeit ja begrenzt, aber wenn noch jemand mitmachen möchte, schaut mal hier oder meldet euch sonst irgendwie bei mir.

Und hier die ersten Bilder:

 

Ich kann meinen Nicknamen schreiben!

 

Ich bin unglaublich zerstörerisch drüber gerollt!
Irgendwann kommt es zurück.
Made by Assi C. ^^

„Cagot“ von Tom Knox

Vor ein paar Wochen hatte ich ja am ARG „Unberührbar“ teilgenommen. Das ARG war sozusagen die Auftaktveranstaltung zur Markteinführung des Thrillers Cagot von Tom Knox. An die interessierten ARGenten wurden Rezensionsexemplare geschickt, so bekam auch ich eins.

Gerade habe ich mich mehr oder weniger atemlos durch die letzten 25 Seiten gelesen und versuche jetzt, einen kleinen Leseeindruck zu verfassen. Erstmal muss ich sagen, dass dieser Thriller genau meinen Geschmack getroffen hat. Wenn ich nicht Fantasy lese, mag ich besonders Thriller, die irgendwelche interessanten Verschwörungstheorien um die Kirche aufbauen. Die Kirche ist bei Cagot zugegebenermaßen nicht so vordergründig, wie sie es beispielsweise bei Dan Brown ist, aber die Verstrickungen rund um die Mordfälle und die Cagots sind dennoch sehr spannend.

Aber genau bei den Verstrickungen liegt auch ein Manko dieses Buch. Es wurde doch ein bisschen zu viel. Ich habe teilweise den Überblick verloren, wer da jetzt zu welchem „Verein“ gehört und wie die untereinander zu sich stehen. Wenn ich mich richtig erinnere, spielten vier oder fünf Gruppierung verschiedener Art eine Rolle, natürlich die einen mehr und die anderen weniger. Trotzdem hätten mir zwei oder drei „feindliche Truppen“ schon gereicht, denn so war ich zwischendurch doch recht verwirrt.

In einigen Rezensionen stand, dass man Tom Knox sein Fach, Reisejournalismus, sehr anmerken würde. Ich hatte mich also schon auf zehn Seiten blühenden Rhododendron eingestellt. Ja, er kann Landschaften sehr schön beschreiben, aber er wird dabei zum Glück nicht ausschweifend, sondern bleibt der Story nah und ist immer bedacht, sie dann wieder zügig voran zu treiben. Das ist ein Stil, den ich gerne mag.

Ich kann das Buch also jedem empfehlen, der Thriller mag und nicht zu sensibel für deutlich beschriebene Folterszenen ist. Über ein paar habe ich nur mit halbem Auge drübergelesen, weil ich mir das nicht genau vorstelen wollte. Nicht gerade eine Frühstückslektüre. Aber dennoch eine Empfehlung.

Von diesem und jenem

Ich war die letzten Tage wieder so ein bisschen unterwegs und bevor ich gar nichts darüber schreibe (was immer passiert, wenn ich es nicht sofort anpacke – wie etwa letzte Woche), fasse ich jetzt alles in einem kleinen Eintrag zusammen.

Angefangen hat es am 20.01. mit Holiday on Ice in der Köln Arena. Ich mag Holiday on Ice. Eiskunstlauf finde ich einfach nur total faszinierend! Das ist wie tanzen nur noch schwieriger. Meine Liebe fürs Tanzen entdecke ich ja gerade erst, aber Tanzen auf dem Eis hatte es mir schon immer angetan.

Am 21. ging es dann mal wieder zu Grease. Dass Riccardo Greco den Danny spielen würde, war klar, deshalb hatten wir den Termin gewählt. Aber dass fast nur Cover auf der Bühne stehen würden, konnte zu dem Zeitpunkt keiner ahnen. Zurück zu Riccardo: er ist ein ganz fantastischer Danny! Er hat jedes Detail ganz klasse ausgespielt. Er spielt anders als Lars, aber keinesfalls schlechter. Sandy wurde von Karen Selig gespielt und ich muss sagen, dass sie mir besser in der Rolle gefällt als Sanne. Ihr Spiel war überzeugender, aber vorallem singt sie die Höhen leichter und klingt nicht gepresst. Und dann hat es Yara Hassan mal wieder geschafft, mich zu überraschen. Sie war an dem Abend Marty. Sie hat die Rolle zwar etwas seltsam angelegt und sah vorallem mit der Perücke echt seltsam aus, aber ihr Gesaaang! Ich weiß noch, dass ich in meinem ersten Buddy-Bericht schrieb, Yara könnte eine tolle Stimme haben, man lässt sie nur nicht singen. Jetzt konnte sie es endlich zeigen. Die größte Überraschung war aber Matthias Bollwerk, der leider kurzfristig doch nur Vince spielte. Erst nachdem wir unsere Karten schon hatten, gab er bekannt, dass er Walk-In für Vince und Kennickie wird. Ich rechnete mir keine großen Chancen aus, ihn zu erwischen, da der Spontan-Besuch vor zwei Wochen leider wegen ausverkaufter Rolliplätze nicht klappte. Dann schrieb Riccardo jedoch, dass Matthias Freitag Kennickie spielen würde und ich war sehr gespannt und freute mich noch viel mehr auf die Show. Der Freude tat es dann auch keinen Abbruch, dass er dann „nur“ Vince spielte. Ich konnte ihn überhaupt auf der Bühne erleben und er war super toll!

Als krönenden Abschluss ging es dann am Samstag zu Willemijn Verkaiks so genanntem Abschiedskonzert. Das Konzert war echt super schön. Und Willemijn und Bart, ihr Mann, sind so witzig, die haben ganz viel rumgealbert. Also eigentlich mehr Bart, aber sie hat dann mitgemacht. Nachher hat sie sich dann neben den Ausgang gestellt und mit jedem gequatscht, so richtig mit viel Zeit und total nett. Jetzt freu ich mich, hoffentlich nochmal Wicked mit ihr zu sehen und sie sozusagen aus der deutschen Elphie zu verabschiedene.

So, und dann habe ich noch die Vorbereitungen für die Blog-Aktion getroffen. Ihr solltet alle eine Mail bekommen haben mit Position in der Teilnehmer-Liste und Adresse des Nachfolgers. Ich werde dann bald mal anfangen und danach das Buch auf die Reise schicken.