Zwei Wochen Frankreich – zwischen Pandas, EM und Disney-Zauber

Letztes Jahr, es war auch irgendwann im Sommer, hörte ich im Radio, dass bald das Portal für Tickets für die Fußball-EM geöffnet werde. Wegen Daniel hatte ich 2014 die WM verfolgt und viel Spaß dabei, so kam der fixe Gedanke, wir könnten ja zusammen zu einem EM-Spiel fahren. Ich fragte ihn also, ob er Lust darauf hätte, sich mit mir ein Spiel in Frankreich anzusehen. Er hatte nicht sonderlich viel Hoffnung, dass wir Tickets bekommen würden und so hielt sich seine Begeisterung in überschaubaren Grenzen, ich hatte aber seine Zustimmung, unser Glück zu versuchen.

Da ich unsere Chancen auch nicht so hoch einschätzte, zog ich für vier Spiele ein Los. Zwei aus der Gruppenphase, das Viertelfinale und das Finale. Einige Wochen später kam dann die Mail: wir durften für alle vier Spiele Tickets kaufen! Da wir nicht alle Spiele wahrnehmen konnten und wollten, entschieden wir uns für Viertelfinale und Finale. Beide Spiele fanden im selben Stadion statt und lagen nur eine Woche auseinander, sodass sie sich gut in einem Urlaub verbinden ließen. Ich wollte gerne noch eine Woche Urlaub nach der EM anhängen, um noch etwas Frankreich und Urlaub ohne Fußball zu erleben und so stand schon sehr früh der Plan für unseren Sommerurlaub.

Die Zeit bis zur Reise verging dennoch sehr schnell. Mit einem vollgepackten Auto machten wir uns auf den Weg in die französische Pampa, wo wir eine Ferienwohnung in einem Dörfchen umringt von Kornfeldern bezogen. Landschaftlich eine wirklich schöne Gegend, aber auch absolut abgelegen. Zum nächsten großen Supermarkt waren es schon 15 km.

Der erste Tag stand dann schon ganz im Zeichen der EM und des Viertelfinales Island – Frankreich. Früh machten wir uns auf den Weg Richtung Stade de France, Saint-Denis, denn unsere Unterkunft lag etwa zwei Stunden Fahrtzeit entfernt. Nachdem wir am Zielort etwas gegessen hatten, machten wir uns auf den Weg ins Stadion. Schon vor der Kontrolle wurden Volunteers auf uns aufmerksam und eine begleitete uns von dort durch die Menschenmassen und bis zum Platz. Das war ein sehr guter Service, denn ein Stadion, wo 81.000 Menschen rein passen, ist unglaublich groß. Unsere Plätze waren sehr gut. Nicht ganz unten, sodass wir einen guten Überblick hatten, aber auch nicht zu weit weg.

Ein paar Tage später sind wir dann in einen Zoo gefahren. Ich hatte vor der Reise im Internet gelesen, dass sie dort Pandas haben und das konnten wir uns unmöglich entgehen lassen. Der Zoo lag auch wieder zwei Stunden entfernt. Für mich war es einer der schönsten Zoos, die ich bisher besucht habe. Sehr groß und schön zum Durchspazieren und auch sehr gute und liebevoll gestaltete Gehege.

Als nächster Tagesausflug stand Orléans auf dem Programm. Das lag nämlich ausnahmsweise nur eine Stunde entfernt. Dort fanden wir direkt an der schönen Saint-Croix Cathédrale einen Parkplatz und besichtigten als erstes die Kathedrale. Danach machten wir uns auf die Suche nach Jeanne D’Arc und besichtigten die Stadt.

So schnell war auch schon die erste Woche vorbei. Wie bereits am Sonntag zuvor ging es also wieder früh nach Saint-Denis, wo uns ein sehr spannendes Finale zwischen dem Gastgeber Frankreich und Portugal erwarten sollte. Auch bei diesem Spiel fand sich wieder schnell ein Volunteer, der uns zum Stadion „eskortierte“. Dieses Mal wurden wir nicht ganz bis zum Platz gebracht, hatten aber dennoch keine Probleme, ihn zu finden.

In der zweiten Woche war nur noch ein Ausflug geplant. Ich wollte mir einen Kindheitstraum erfüllen und ins Disneyland fahren. Und es war gigantisch. Ich bin ohnehin der Meinung, dass man für Disney nie zu alt ist und es gab auch tatsächlich viel zu sehen, auch für erwachsene Besucher. Abgesehen von den Shows bin ich aber sogar bei einem Fahrgeschäft mitgefahren und das war echt witzig und ziemlich cool!

Ich hoffe, aus den Bildern und meinem Bericht, könnt ihr erkennen, dass wir einen sehr schönen und erfüllenden Urlaub hatten. Es war eine gute Mischung aus Unternehmungen und Zeit für Zweisamkeit, die wir ebenso genossen haben.

Kompakt-Urlaub an der Saar

Kompakt-Urlaub? Was soll das denn sein? Nun ja, man nehme eine niederländische Ferienpark-Kette, setze einen Park an die Saar ins Drei-Länder-Eck DE-FR-LU und drehe jeden Tag kräftig an der Wetter-Uhr. So bekommt man schon nur über ein normales Wochenende von allem etwas.

Der Ausflug war sehr spontan. Vor etwa zwei Wochen habe ich mir überlegt, dass ich gerne in der nächsten Zeit über ein Wochenende wegfahren möchte. Mir fiel einfach die Decke auf den Kopf und der Alltag ist mir langweilig geworden. Also habe ich mich umgesehen und bin auf den Landal-Park in Warsburg gestoßen, wo für dieses Wochenende das barrierefreie (sogar mit Pflegebett!) Bungalow noch verfügbar war. Da habe ich nicht mehr lange überlegt und das ganze gleich fest gemacht.

Beim Packen wollte mich Kater Leo dann wohl boykottieren, damit ich ihn und seine Schwester Bella nicht allein lasse. Oder er wollte mit, das hat er nicht so genau geäußert.

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Er hat den Koffer aber doch irgendwann noch freigegeben und so ging es am nächsten Tag nach der Arbeit los. Die Fahrt war unkompliziert und wir konnten den Blick auf ländliche und immer hügeliger werdende Landschaft genießen. Kurz vor Ankunft freuten wir uns sehr über die Ansage der Navis: „Rechts abbiegen In Den Urlaub“. Ist das genial?

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Auf den Bildern könnt ihr schon erahnen, dass der Aufstieg zum Park sehr kurvig verlief. Serpentinenartig ging es ungefähr 12 Kurven rauf bis zum Park. Aber meine dicke Edna hat alles gegeben und zwei Tage später sogar einen Sportwagen abgehängt.

Der Samstag begann leider mit einem Unfall einer meiner Assistentinnen, sodass die Tagesplanung über Board geworfen wurde. Nach einem Besuch im örtlichen Krankenhaus, während dessen die andere Assistentin und ich den Supermarkt aufsuchten, machten wir es uns im Bungalow gemütlich und spielten ausgiebig bis in die Nacht Kartenspiele.

Am nächsten Tag fuhren meine noch arbeitsfähige Assistentin und ich nach dem gemütlichen Frühstück dann bei schönstem Wetter nach Luxemburg. Was für ein verrücktes Land, was für eine verrückte Stadt. Zunächst wurden wir von riesigen Glasbauten, allesamt Banken, begrüßt und dachten schon „Okay, das ist also Luxemburg…“ Irgendwann wurde es dann aber etwas städtischer und wir haben einfach mal aufs gerade Wohl geparkt und sind ein bisschen herum gelaufen. Dabei haben wir die Halle Victor-Hugo und die Residence Jean Valjean entdeckt. Das Herz eines jeden Musical-Nerds würde da höher schlagen.

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Nachdem wir dort aber sonst nur weitere Banken, geschlossene Restaurants und einen geöffneten Supermarkt gefunden haben, beschlossen wir, noch einmal umzuparken und den Hauptbahnhof als Navigationspunkt einzugeben. Das war eine gute Entscheidung, denn so haben wir endlich die Innenstadt gefunden. Außerdem war der Bahnhof schon wirklich hübsch.

Im Zentrum gab es sogar Wegweiser zu verschiedenen interessanten Punkten. Unser Interesse hat natürlich die Cathédrale Notre-Dame geweckt. Wenn man schon mal in Paris, äh… Luxemburg ist. Wo ich gerade dabei bin, Luxemburg ist der Inbegriff von Sprachverwirrung. Französisch gemischt mit Deutsch und das ganz kuriose Lëtzebuergesch. Ähnlich vielschichtig zeigte sich auch das Stadtbild. Es geht ein großer Graben mitten durch die Stadt, in dem man alte sowie moderne Bauten wie über einander geschichtet sehen konnte.

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Zum Abschluss haben wir uns dann auf die Terrasse des Chocolate House gesetzt und eine heiße Milch mit original Luxemburger ChocoSpoon getrunken. Das Chocolate House ist genau gegenüber vom Palais Grand-Ducal, so konnten wir die ganze Zeit den Wachmann beim Auf- und Abmarschieren beobachten. Ich konnte leider nicht in den Laden rein, aber er muss ein sehr beeindruckendes Bild abgegeben haben. Meine Assistentin meinte, das wäre wie Charlies Schokoladenfabrik.

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Heute gab es zum Abschied nach dem Aufstehen noch eine Überraschung. Es war am Schneien. So in weiß sah die Landschaft nochmal ganz anders aus, aber nicht weniger schön aus.

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Und so schnell geht ein schönes Wochenende vorbei.

Entspannung an der Küste

Ich war im Urlaub, für drei Tage in Cuxhaven. Jetzt bin ich wieder ganz frisch und munter und… ach nein, ich habe mir ja intelligenterweise eine Erkältung als Andenken von da oben mitgenommen. Es ist mir ein Rätsel wie das bei dem herrlichen Wetter bloß passieren konnte…

Wir sind erst Donnerstagnachmittag losgefahren, weshalb wir erst abends eingecheckt haben. Nach dem Auspacken und einem ersten frisch machen ging es dann Essen. Für mich ist es am Meer immer sehr anstrengend, essen zu gehen, da ich überhaupt nicht auf Fisch stehe. Das ist jedes Mal ein Erlebnis, was zu finden. Verhungert bin ich aber glücklicherweise noch nie im Urlaub…
Nach dem Essen wollten wir noch einen Abendspaziergang am Strand machen. Es war noch gar nicht so spät, aber trotzdem schon ganz dunkel. Ich fand es total toll, das Meer zu hören und zu riechen, obwohl ich nichts davon sehen konnte. Das hatte etwas verträumtes – wie im Bett liegen und an den letzten Urlaub denken. Ich mag den Geruch von Meer überhaupt total gerne.
Wir waren leider gar nicht lange unterwegs, als uns der Regen gepackt hat. Darum sind wir dann zu meiner Wohnung zurück gegangen und haben den Abend in der Wohnzimmer-Ecke ausklingen lassen.

Für Freitag war der Plan, nach Cux-Dunen zu laufen, wir haben in Cux-Döse gewohnt, also etwa drei Kilometer an der Strandpromenade entlang. Auf der Wanderung hat uns dann ein ganz fieser Hagel-Schauer erwischt und wir waren innerhalb von Sekunden patschnass. Deshalb sind wir dann nicht mehr nach Dunen gegangen, sondern zurück zu den Wohnungen, um uns trocken zu legen. Dort haben wir uns dann gemütlich bei Kaffee und Kuchen aufgewärmt.
Am Nachmittag haben wir dann erneut versucht, nach Dunen zu kommen, dieses Mal aber mit Auto, so kamen wir dort wenigstens trocken an. Das Wetter hat mich zu einer absoluten Verzweiflungstat gedrängt, ich habe eine Mütze gekauft! Ich hasse Mützen, ich hasse sie wirklich. Aber es war einfach sooo furchtbar windig und kalt und *bäh*. Und ein neues Halstuch habe ich auch. Natürlich hat es dann auch wieder geregnet, aber wir konnten immer so grade in die Geschäfte flüchten und den richtigen Schauer vorbei ziehen lassen. In der Zeit habe ich ganz viele Postkarten für meine lieben Freaks und ein paar andere Menschen geholt.
Ewig lange kann man sich dort aber auch nicht aufhalten, also sind wir in die Wohnung von meiner Ma und meiner Tante zurück gefahren. Da haben wir es uns dann wieder gemütlich gemacht. So gemütlich, dass meine Tante und ich keine Lust hatten, für Abendessen nochmal durch das Wetter zu müssen. Meine Ma hat dann einen Imbiss in die Wohnung geholt.

Am Samstag wollten wir dann in der Innenstadt von Cuxhaven „richtig“ shoppen gehen. Viel los war in Cuxhaven nie, aber im Moment ist die Fußgängerzone auch noch voll mit Baustellen. Einige Geschäfte standen leer und so war das Thema Shopping ziemlich schnell erledigt. Ich steh eh nicht so auf shoppen, aber das war echt frustrierend… So sind wir dann relativ erfolglos zurück gefahren.
Nachdem wir noch ein wenig in der Wohnung von meiner Tante und meiner Ma gemütlich gesessen haben, sind wir dann nochmal essen gegangen. Die Karte in dem Restaurant war sehr ernüchternd. Eine Doppelseite Fisch und nur zwei Seiten Sonstiges, na danke! Ich habe dann ein wenig rumgenörgelt und letztendlich doch noch etwas gefunden.

Dann war auch schon der Tag der Abreise da. Anfangs hieß es, dass ab Sonntag das Wetter besser werden solle und deshalb hatten wir vor, den Tag noch in Cux zu verbringen. In der Realität sah das ganze dann aber anders aus… Also haben wir das Auto voll gestapelt und haben uns auf den Weg gemacht.
Etwa auf halber Strecke liegt ein Ort, in dem wir früher oft Urlaub gemacht haben. Wir haben uns dann entschieden, dort einen Halt für Mittagessen zu machen und alles nochmal anzusehen. Es hat sich da ziemlich viel verändert, seit ich das letzte Mal da war. Das ist aber auch schon eine Ewigkeit her. Es war aber wirklich interessant, das nochmal zu sehen. Urlaub würde ich da nicht machen wollen, da ist nämlich echt nichts los. Aber früher als Kind war ich da total zufrieden.

Eine Zusammenfassung für den Urlaub wäre wohl ungefähr: Regen, Essen, Sturm, Essen, Kaffee, Hagel, Essen, Regen, Hagel, Essen, Sturm, Kaffee und vereinzelt ein paar Schauer. Aber toll waren die Tage trotzdem. Gemütliche Stunden mit Menschen, die man lieb hat, können einem auch mal mehr wert sein, als Stunden voller Action.

Und jetzt hätte ich beinahe das Wohnungsbattle vergessen! Dabei fand ich das echt lustig. Also wir haben ja in zwei Wohnungen gewohnt, eine für mich und meine Assistentin, eine für meine Ma und meine Tante. Und natürlich haben wir die Wohnungen verglichen, aber meine hat natürlich gewonnen. Laut Quadratmeter-Angabe waren die Wohnungen identisch, meine lag allerdings 27 € günstiger. Damit alleine habe ich ja eigentlich schon gewonnen, aber ich mochte auch die Aufteilung meiner Wohnung lieber und außerdem hatten wir eine Spülmaschine. Der Punkt für das Glassortiment geht allerdings an die andere Wohnung. Dafür hatten wir aber auch keinen Pseudo-Schrank. Hach ja, es war schon eine tolle, kurze Zeit!