Thriller-Autor oder Comedian? – Lesung Sebastian Fitzek

Ich war eben in Kerpen bei der Lesung zu Der Augensammler von Sebastian Fitzek. Obwohl ich das Buch schon gelesen habe, wollte ich gerne diese Lesung besuchen, weil die OnlineLesungen von ihm schon immer so unterhaltsam waren und es live sicher noch interessanter werden würde. Und das war es! Mir hat der Abend sehr gut gefallen und, obwohl ich schon Inhalte kannte, war mir keine Sekunde langweilig.

Meine Assistentin raunte mir nach den ersten Sätzen zu: „Der spricht wie ein Comedian.“. Und, ja, irgendwie hat sie damit Recht. Aber das ist gut so, er wirkt dabei sehr sympathisch und die Lesung macht er so sehr interessant. Ein einfaches Runterrattern seiner Texte wäre doch schrecklich langweilig. Gerade diese Schere vom düsteren Inhalt seiner Bücher zum lockeren, erfrischenden Vortragsstil empfand ich total packend.

Die Momente, in denen aus dem Augensammler gelesen wurde, waren für mich natürlich nicht mehr so spannend. Aber – und das sagte Sebastian Fitzek auch selbst in der Einleitung – bei seinen Lesungen passiert viel, nur wird nicht sehr viel gelesen. Für mich besonders gut, aber ich finde das auch für jene nicht schlecht, die das Buch erst noch lesen wollen. Lesen kann man es auch immer noch zuhause oder das Hörbuch hören, aber die Geschichten zur Recherche und Anekdoten aus dem Alltag des Autors kann man nur erfahren, wenn man ihn vor sich hat.

Ich habe mich auf jeden Fall sehr gut unterhalten gefühlt und freue mich schon auf ein neues Buch und somit auf eine neue Lesereise. Die Zeit bis dahin werde ich jetzt erstmal mit den älteren Büchern überbrücken.

Entspannung an der Küste

Ich war im Urlaub, für drei Tage in Cuxhaven. Jetzt bin ich wieder ganz frisch und munter und… ach nein, ich habe mir ja intelligenterweise eine Erkältung als Andenken von da oben mitgenommen. Es ist mir ein Rätsel wie das bei dem herrlichen Wetter bloß passieren konnte…

Wir sind erst Donnerstagnachmittag losgefahren, weshalb wir erst abends eingecheckt haben. Nach dem Auspacken und einem ersten frisch machen ging es dann Essen. Für mich ist es am Meer immer sehr anstrengend, essen zu gehen, da ich überhaupt nicht auf Fisch stehe. Das ist jedes Mal ein Erlebnis, was zu finden. Verhungert bin ich aber glücklicherweise noch nie im Urlaub…
Nach dem Essen wollten wir noch einen Abendspaziergang am Strand machen. Es war noch gar nicht so spät, aber trotzdem schon ganz dunkel. Ich fand es total toll, das Meer zu hören und zu riechen, obwohl ich nichts davon sehen konnte. Das hatte etwas verträumtes – wie im Bett liegen und an den letzten Urlaub denken. Ich mag den Geruch von Meer überhaupt total gerne.
Wir waren leider gar nicht lange unterwegs, als uns der Regen gepackt hat. Darum sind wir dann zu meiner Wohnung zurück gegangen und haben den Abend in der Wohnzimmer-Ecke ausklingen lassen.

Für Freitag war der Plan, nach Cux-Dunen zu laufen, wir haben in Cux-Döse gewohnt, also etwa drei Kilometer an der Strandpromenade entlang. Auf der Wanderung hat uns dann ein ganz fieser Hagel-Schauer erwischt und wir waren innerhalb von Sekunden patschnass. Deshalb sind wir dann nicht mehr nach Dunen gegangen, sondern zurück zu den Wohnungen, um uns trocken zu legen. Dort haben wir uns dann gemütlich bei Kaffee und Kuchen aufgewärmt.
Am Nachmittag haben wir dann erneut versucht, nach Dunen zu kommen, dieses Mal aber mit Auto, so kamen wir dort wenigstens trocken an. Das Wetter hat mich zu einer absoluten Verzweiflungstat gedrängt, ich habe eine Mütze gekauft! Ich hasse Mützen, ich hasse sie wirklich. Aber es war einfach sooo furchtbar windig und kalt und *bäh*. Und ein neues Halstuch habe ich auch. Natürlich hat es dann auch wieder geregnet, aber wir konnten immer so grade in die Geschäfte flüchten und den richtigen Schauer vorbei ziehen lassen. In der Zeit habe ich ganz viele Postkarten für meine lieben Freaks und ein paar andere Menschen geholt.
Ewig lange kann man sich dort aber auch nicht aufhalten, also sind wir in die Wohnung von meiner Ma und meiner Tante zurück gefahren. Da haben wir es uns dann wieder gemütlich gemacht. So gemütlich, dass meine Tante und ich keine Lust hatten, für Abendessen nochmal durch das Wetter zu müssen. Meine Ma hat dann einen Imbiss in die Wohnung geholt.

Am Samstag wollten wir dann in der Innenstadt von Cuxhaven „richtig“ shoppen gehen. Viel los war in Cuxhaven nie, aber im Moment ist die Fußgängerzone auch noch voll mit Baustellen. Einige Geschäfte standen leer und so war das Thema Shopping ziemlich schnell erledigt. Ich steh eh nicht so auf shoppen, aber das war echt frustrierend… So sind wir dann relativ erfolglos zurück gefahren.
Nachdem wir noch ein wenig in der Wohnung von meiner Tante und meiner Ma gemütlich gesessen haben, sind wir dann nochmal essen gegangen. Die Karte in dem Restaurant war sehr ernüchternd. Eine Doppelseite Fisch und nur zwei Seiten Sonstiges, na danke! Ich habe dann ein wenig rumgenörgelt und letztendlich doch noch etwas gefunden.

Dann war auch schon der Tag der Abreise da. Anfangs hieß es, dass ab Sonntag das Wetter besser werden solle und deshalb hatten wir vor, den Tag noch in Cux zu verbringen. In der Realität sah das ganze dann aber anders aus… Also haben wir das Auto voll gestapelt und haben uns auf den Weg gemacht.
Etwa auf halber Strecke liegt ein Ort, in dem wir früher oft Urlaub gemacht haben. Wir haben uns dann entschieden, dort einen Halt für Mittagessen zu machen und alles nochmal anzusehen. Es hat sich da ziemlich viel verändert, seit ich das letzte Mal da war. Das ist aber auch schon eine Ewigkeit her. Es war aber wirklich interessant, das nochmal zu sehen. Urlaub würde ich da nicht machen wollen, da ist nämlich echt nichts los. Aber früher als Kind war ich da total zufrieden.

Eine Zusammenfassung für den Urlaub wäre wohl ungefähr: Regen, Essen, Sturm, Essen, Kaffee, Hagel, Essen, Regen, Hagel, Essen, Sturm, Kaffee und vereinzelt ein paar Schauer. Aber toll waren die Tage trotzdem. Gemütliche Stunden mit Menschen, die man lieb hat, können einem auch mal mehr wert sein, als Stunden voller Action.

Und jetzt hätte ich beinahe das Wohnungsbattle vergessen! Dabei fand ich das echt lustig. Also wir haben ja in zwei Wohnungen gewohnt, eine für mich und meine Assistentin, eine für meine Ma und meine Tante. Und natürlich haben wir die Wohnungen verglichen, aber meine hat natürlich gewonnen. Laut Quadratmeter-Angabe waren die Wohnungen identisch, meine lag allerdings 27 € günstiger. Damit alleine habe ich ja eigentlich schon gewonnen, aber ich mochte auch die Aufteilung meiner Wohnung lieber und außerdem hatten wir eine Spülmaschine. Der Punkt für das Glassortiment geht allerdings an die andere Wohnung. Dafür hatten wir aber auch keinen Pseudo-Schrank. Hach ja, es war schon eine tolle, kurze Zeit!