Welcher Musical-Typ bist du?

Du wolltest schon immer wissen, welcher Musical-Typ du eigentlich bist? Dann kommt hier deine Chance. Beantworte die folgenden sieben Fragen und das Rätsel wird gelöst. Merke dir einfach, welchen Antwort-Buchstaben du am häufigsten nutzt und sieh dir dann am Ende der Seite die Auflösung an. Viel Spaß!

Du hast ein Date – Was bringst du ihm/ihr mit?
A – Parfüm
B – rote Rose und Handkuss
C – Spritzblume
D – Kuscheltier
E – Best-of-Party-CD

Was sagst du als erstes zu ihm/ihr?
B – „Deine Augen leuchten wie Sterne…“
D – Du sagst nichts – du singst!
A – „Hallo, da bist du ja!“
C – „Hey, riech mal…!“
E – „Kennst du schon das neue Lied von…“

Was findet man in deiner Handtasche?
A – Portemonnaie, Schlüssel, Handy
E – (wie A +) MP3-Player
D – (wie A +) bunte Sachen
B – (wie A +) Spitzentaschentuch
C – (wie A +) Kram, Krempel, Zeugs

Was ist dein Traumberuf?
C – Zitronenfalter
D – Tierschützer/-pfleger
E – DJ
B – Bildhauer/Maler/…
A – Verwaltung

Wohin möchtest du gerne reisen?
E – Mallorca
D – Disneyland
C – Taka-Tuka-Land
B – Venedig/Paris
A – Holland

Wer war der Held deiner Kindheit?
D – Pippi Langstrumpf
A – Superman
E – Madonna
C – Tom/Jerry
B – Casanova

Wie hast du reagiert, als du den Titel dieses Tests gelesen hast?
A – „Aha.“
B – „Oooh… <3“
C – „Hahaha!“
D – „Yessss!“
E – „Öhm…“

Zur Auflösung bitte auf „Weiterlesen“ klicken bzw. ein Stück nach unten scrollen. Welcher Musical-Typ bist du? weiterlesen

MUSICAL CHALLENGE

Die liebe Ann-So hat eine wunderbare Musical-Challenge erfunden, an der ich dann jetzt auch endlich teilnehme.

Schreibe 4 deiner Lieblingsmusicals auf ohne auf die Fragen darunter zu achten:

1. Spamalot

2. Rocky Horror Show

3. Buddy

4. Grease

 

Schreibe jetzt 4 weitere Musicals auf, die dir gerade in den Sinn kommen:

5. Wicked

6. Die Päpstin

7. Marie Antoinette

8. Tanz der Vampire

 

Beantworte nun folgende Fragen:

Deine Lieblingsfigur aus 1?
Sir Robin

Deine Hassfigur aus 2?
Dr. Scott

Dein Lieblingslied aus 3?
Peggy Sue

Welche Rolle in 4 würdest du am liebsten spielen?
Rizzo

Hast du 5 schon einmal live gesehen?
Schon… 13 mal

Was/Welches Lied kommt dir als erstes in den Sinn, wenn du an 6 denkst?
Einsames Gewand

Würdest du 7 weiter empfehlen?
Auf jeden Fall

Kennst du alle Texte aus 8?
Ja

Welche Figuren aus 3 und 5 würden sich gut verstehen/sollten sich treffen?
Hipockets Duncan und der Zauberer

Hättest du gerade lieber Karten für 4 oder für 6?
Grease

Welches ist dein Lieblingspärchen aus 1-8?
Sandy und Danny

Wann hast du das erste Mal von 4 gehört?
Äh… ich habe irgendwan mit 14 oder so den Film gesehen

Kombiniere eine Liedzeile aus 1 mit einer Liedzeile aus 7!
Wir werden nichts am Broadway,
denn wir haben keine JINKS.
Festgelegt ist unser Schicksalslauf,
der Wunsch zu fliehen bleibt Fantasie.

Gefällt dir der Prolog/die Eröffnungsszene aus 2 oder aus 6 besser?
Rocky Horror Show, ich liebe Science Fiction Double Feature

Gibt es von 3 einen Film? Wenn nein, sollte es deiner Meinung nach einen geben?
Ja, unbedingt! Wobei das Mitmachen da zu kurz käme…

Ein Lied aus 8, das dir gerade einfällt?
Knoblauch

Mit welcher Figur aus 1-8 kannst du dich am ehesten identifizieren?
Elphie

Dieses Lied aus 5 geht ja mal gar nicht!
Ein seelenvoller Mann

Würde 2 auch in die heutige Zeit passen?
Ja

Würdest du 7 gerne selbst inszenieren? Wenn ja, wie?
Auf jeden Fall klassisch mit tollen, pompösen Kleidern. Ich fand die Tecklenburger Inszenierung ziemlich gut, daran würde ich mich orientieren.

SUPERFRAGE: Nehme das Thema aus 1, den Ort aus 2, die Zeit aus 3, das Titellied aus 4, die männliche Hauptfigur aus 5, die weibliche Hauptfigur aus 6, den Antiheld/Gegenspieler/Bösen aus 7 und die Schlussszene aus 8 und du hast dein SUPER-MUSICAL!
Danny versucht zusammen mit Elphaba in den 50er Jahren auf Transsexual Transilvania Anastasius den heiligen Gral abzujagen und sie singen „You’re the one that I want“. Im heiligen Gral befand sich leider Vampirblut, sodass alle mehr oder weniger sterben. Dieses Musical wird ein Hit!

 

Live-Tweets aus dem Theatersaal?

Vor ein paar Tagen habe ich noch über zu viel Digitalisierung geschrieben und jetzt komme ich mit so einem Thema daher. Das liegt daran, dass ich gestern die Blogparade „Digital im Theatersaal“ von livekritik.de entdeckt habe und das Thema sehr spannend und interessant finde. Nur weil ich letztens meinte, dass die Nutzung vom Internet, speziell den sozialen Medien, ein bisschen extrem wird, bin ich ja nicht generell dagegen. Ganz im Gegenteil: solange sie noch reflektiert genutzt werden, bin ich sogar ein großer Befürworter und ich beobachte gerne die neusten Entwicklungen. So bin ich also auf die Blogparade gestoßen und wusste sofort, dass ich etwas dazu schreiben möchte. Ehrlich gesagt, habe ich keinen Pro- oder Contra-Standpunkt und deshalb werde ich einfach wild meine Gedanken aufschreiben und gucken, was am Ende dabei herum kommt.

Kern der Blogparade ist die Idee, im Theater während einer Vorstellung per Twitter, Facebook oder der Plattform livekritik.de sein Netzwerk und andere Interessierte an der Vorstellung teilhaben zu lassen. In einer ähnlichen Form passiert das schon bei meinen Musical-Freunden und mir. Oft schreiben wir unmittelbar vor oder nach einer Vorstellung und in den Pausen einen Facebook-Status, Tweet oder Nachrichten per SMS/WhatsApp über das Theatererlebnis, um die Daheimgebliebenen doch irgendwie „mit dabei“ zu haben. Wenn ich mir jetzt aber vorstelle, dass ich während einer Show regelmäßig tippen würde, habe ich sehr gemischte Gefühle.

Ich halte mich durchaus für multitasking-fähig und denke, dass ich während einer Vorstellung nichts Wesentliches verpassen würde, wenn ich zwischendurch mal 140 Zeichen ins Handy tippe. Allerdings ist es bei mir meistens so, dass mich das Geschehen auf der Bühne so sehr vereinnahmt, dass ich vermutlich gar keine Lust auf die Live-Berichterstattung hätte. Irgendwie hätte ich auch ein schlechtes Gewissen, wenn ich meinen Blick von der Bühne abwenden würde, um ins Handy zu starren. Das entspricht einfach nicht meinem Verständnis vom zivilisierten Theaterbesucher, da man nicht nur die Schauspieler aus dem Blick verliert, sondern mit dem leuchtenden Handy auch störend auffallen kann. Mich selbst würde es auf jeden Fall nerven, wenn in meinem Augenwinkel ständig das Handy des Sitznachbarn aufblinken würde.

Auf der anderen Seite würde es mir für meine Showberichte wahnsinnig helfen, wenn ich während der Vorstellung in Form von Tweets oder ähnlichem quasi Notizen schreiben würde. Von der Aufmerksamkeit, die man dem Bühnengeschehen schenkt, sehe ich hier keinen großen Unterschied zu einem klassischen Notizblock. Natürlich, bei einem Notizblock ploppen keine Antworten auf und man kann keinen Hashtag verfolgen, aber die kann man sich ja auch für die Pause oder nach der Vorstellung aufheben. Mir ginge es beim Live-Bericht eher darum meine eigenen Gedanken festzuhalten und schon ein bisschen vorzusortieren.

Mal weg vom eigenen Theaterbesuch, ich würde tatsächlich unglaublich gerne Live-Berichte von Vorstellungen verfolgen, die meine Freunde besuchen, aber vielleicht auch Berichte von Fremden. Ich liebe es einfach schon, wenn ich nur miterleben kann, wie jemand im Theater ankommt, die Besetzungsliste liest und seinen Platz einnimmt. Da habe ich immer selbst ein bisschen Spannung und Theatergefühl. Es wäre auf jeden Fall sehr interessant, dann auch unmittelbar zu lesen, wie demjenigen die Show gefällt. Dabei finde ich es gleichermaßen interessant, ob ich nun die Show selbst schon kenne oder es eine neue für mich ist.

Da ich noch so unentschlossen bin, was ich von Theater-Live-Berichten halten soll, würde ich es sehr gerne mal ausprobieren. Dann kann ich für mich am besten entscheiden, wie es meinen Theatergenuss beeinflusst und ob ich Spaß daran habe. Ich finde die Idee auf jeden Fall grundsätzlich ganz interessant. Ich kann mir vorstellen, dass sich da für die Theater marketing-technisch etwas draus machen ließe. Spontan denke ich da an eine spezielle Preview, um durch die Live-Berichte das Interesse an den folgenden Vorstellungen zu vergrößern. Ich werde jedenfalls gespannt verfolgen, wie sich das alles entwickelt.

„Schau das Mädchen im Rollstuhl dort an, sie hat es sehr schwer“ – Über Menschen mit Behinderung als Teil eines Bühnenstücks

Ich habe lange überlegt, worüber ich zu den Blogger-Themen-Tagen „#EinfachSein Behinderungen, Medien und die Gesellschaft“ schreiben soll. Mal wieder ein paar Ämtergeschichten? Das erschien mir nicht außergewöhnlich genug. Es ist doch hinlänglich bekannt, dass Menschen mit Behinderung früher oder später und meistens für den Rest ihres Lebens auf das Wohlwollen ihrer Sachbearbeiter angewiesen sind. Über meine Ausbildungsplatzsuche? Das wiederum war mir zu speziell und ich wusste auch nicht, wie ich daraus einen ganzen Artikel schreiben sollte. Somit verwarf ich beide Ideen sofort wieder und grübelte weiter. Schließlich stellte ich mir die Frage, welche Themen eigentlich meinen Blog ausmachen und da nimmt ganz klar das Musical den größten Teil ein. So wurde der erste Funken für mein Thema geboren, doch was sollte ich damit nun machen?

Gerne hätte ich die Darstellung von Menschen mit Behinderung in dem ein oder anderen Musical für die Blogger-Themen-Tage genauer unter die Lupe genommen, ähnlich wie ich es bei dem Film „Inklusion“ damals gemacht habe. Doch schon stand ich mit meiner, wie ich bis dahin noch dachte, sehr raffinierten Idee vor dem nächsten großen Problem. Welche Rollen stellen überhaupt Menschen mit Behinderung dar? Nun ja, da ist zum Beispiel Nessarose mit ihrem Rollstuhl, die Schwester der grünen Hexe Elphaba aus Wicked. Sie wird eigentlich sehr klischeehaft gezeichnet und bedient mit recht kurzer Bühnenzeit direkt viele „Behindertenvorurteile“. Ihr Vater umsorgt sie überfürsorglich, sie ist anfangs immer allein auf dem Schulhof und liest und die Einladung zur Party bekommt sie nur aus Mitleid („Schau das Mädchen im Rollstuhl dort an, sie hat es sehr schwer. Ich find es nicht fair, wir geh‘n aus und sind froh, sie ist so… oh. Weißt du, wen ich bewundern würde? Einen, der zu ihr käm, der sie mit sich nähm.„). So entwickelt sie sich im Laufe des Stücks zur verbitterten, herrschsüchtigen Persönlichkeit und wird die Böse Hexe des Ostens. Als dann ihre Schwester sie um Hilfe bittet, macht sie Elphaba Vorwürfe, dass diese ihre Zauberkräfte erst einmal dafür einsetzen solle, dass sie laufen kann („Mein Leben lang hing ich ab von dir, frag mich wer das erträgt? Mein Leben lang hing ich ab von dir und dem Scheißding, das mich bewegt. Nach Mitleid heischend, hoffte ich weinend, nur dass sich mein Bein endlich regt.„). Eigentlich mochte ich die Figur der Nessa immer sehr gerne, mittlerweile ist sie mir aber doch zu sehr mit Bitterkeit und Leid beladen und ich kann sie nicht mehr so mögen.

An dieser Stelle wäre ich dann eigentlich fertig mit meinem Beitrag. Das Phantom der Oper oder den Glöckner von Notre Dame klammere ich aus. Zum einen kenne ich die Stücke nicht gut genug, zum anderen, was für mich noch wichtiger ist, sind sie mir nicht „behindert genug“ in dem Sinne, dass die heutige Gesellschaft sie mit ihren Fehlbildungen wohl doch relativ gut aufnehmen würde. Und jetzt komme ich zu dem, was ich mit meinem Beitrag eigentlich sagen möchte: Warum gibt es nicht hier und da mal eine behinderte Rolle in einem Musical? Dabei muss es sich für mich nicht einmal um eine Hauptrolle handeln, auch wenn ich bei Romeo und Julia eine Julia im Rollstuhl sehr cool fände, allerdings müsste das Stück dann aus dem historischen Kontext gehoben werden, da es sonst reichlich unrealistisch und lächerlich wäre. Es muss auch nicht die Behinderung zu einem zentralen Thema im Stück werden. Aber wäre es nicht schön, wenn zum Beispiel eine von Sophies Freundinnen aus Mamma Mia! eine Behinderung hätte? Sie könnte ohne leidend zu sein im Rollstuhl sitzen oder vielleicht gehörlos sein, dann könnte man sogar Gebärdensprache in die Choreographien einbauen.

Ich finde, auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft ist es wichtig, dass von Kunst, Unterhaltung und Medien ein Bild von Inklusion gezeichnet und vermittelt wird. Das fängt damit an, dass Menschen mit Behinderungen bei Geschichten, die in der heutigen Zeit spielen, dazu gehören. Und es würde damit aufhören, dass solche Rollen auch von „echten“ Menschen mit Behinderung gespielt werden. Aber bis dahin ist der Weg wohl noch sehr lang.

King Kong – Das Musical – 04.02.2012, KATiELLi Datteln

Als ich das erste Mal gehört habe, dass King Kong das nächste Musical im KATiELLi Theater wird, dachte ich als erstes: „King Kong??? Wer will das denn sehen…?“ und war ziemlich skeptisch. Aber ich habe ein sehr großes Vertrauen in die Spielplangestaltung des KATiELLi, weshalb ich meine Bedenken schnell beiseite legen konnte. Außerdem probiere ich ja gerne Neues aus und habe Spaß an Entdeckungsreisen in der großen, weiten Musicalwelt. So dauerte es von diesem ersten Moment bis zur Kartenbuchung gar nicht lange. Dennoch blieb bis zuletzt von der anfänglichen Skepsis ein kleiner Teil über, da ich nichts über das Stück wusste und auch die Geschichte nur grob kannte. Wenn ich erzählte, dass ich demnächst King Kong als Musical sehen würde, sagte ich immer: „Ich weiß nur, dass es ein Drei-Personen-Stück ist und niemand den Affen spielt.“

Jetzt habe ich also King Kong gesehen und bin um einiges schlauer. Denn King Kong funktioniert nicht nur als Musical (sogar ohne singenden Affen), sondern passt auch noch auf so eine kleine Bühne. Wenn man es nämlich geschickt umsetzt, sind auch einer kleinen Bühne keine Grenzen gesetzt und damit meine ich gar nicht, dass teilweise auch im Gang gespielt wurde, sondern dass mit kleinen Mitteln die verschiedensten Dinge auf die Bühne gezaubert wurden. Wie hieß es gestern Abend so schön? „Da dreht man die Kiste um und hat das Empire State Building.“ Natürlich erfordert das ein gewisses Vertrauen in die Fantasie der Zuschauer, aber man muss die Leute ja auch nicht dümmer machen als sie sind. Ich freue mich immer, wenn mir noch etwas Eigenleistung abverlangt und nicht alles bis ins Detail vorgesetzt wird. Aber man kann es den Zuschauern natürlich etwas erleichtern, wenn man überzeugende Darsteller auf die Bühne stellt und auch das ist mal wieder gelungen.

So überzeugte also nicht nur Katharina Koch als Ann Darrow auf ganzer Linie. Sie macht eine Reise durch die Hochs und Tiefs menschlicher Emotionen und schaffte es durchweg in jeder Lage glaubhaft zu bleiben. Besonders bewundernswert fand ich, dass sie es geschafft hat, die Entwicklung zwischen Ann und Kong so wunderbar darzustellen, obwohl man Kong nie zur Gänze sieht und Interaktion von ihm auch beinahe nicht vorhanden ist. Auch Harald Tauber als Jack Driscoll geht durch eine Reihe an Gefühlen. Ist er zu Beginn noch ein kalter, abweisender Seemann, lässt ihn später die Entwicklung der Reise nicht mehr kalt und er schafft es sogar, die Liebe an sich heran zu lassen. Diese Wandlung war absolut nachvollziehbar gespielt und wirkte zu keiner Zeit aufgesetzt. Und zu guter letzt darf auch Bernd Julius Arends als Carl Denham nicht unerwähnt bleiben. Ich hätte nie gedacht, dass ihm eine – Verzeihung – Arschlochrolle so gut stehen könnte. Nun, da wurde ich eines besseren belehrt, denn er spielte wirklich sehr authentisch den ruhm- und geldgierigen Regisseur, der für seinen Erfolg auch über Leichen gehen würde.

Zum Abschluss kann ich also jedem nur ans Herz legen, dem Stück King Kong eine Chance zu geben und nach Datteln ins KATiELLi Theater zu fahren. Das Musical ist definitiv eine Überraschung, aber selbst wenn es nicht gefallen sollte, das Theater ist allein schon immer eine Reise wert. Also kauft euch Karten!

Kein Pardon – 03.01.2012, Düsseldorf

Ich könnte euch jetzt mit allerhand Wortwitzen erschlagen, aber das erspare ich euch, gut wie ich bin,  lieber mal…

Am Dienstag war ich im Düsseldorfer Capitol Theater und habe „Kein Pardon“ angesehen. Da ich noch nicht so recht wusste, was ich hier darüber schreiben soll, habe ich gerade – natürlich nur zu Recherchezwecken – auch noch den Film geguckt, den ich bis dahin gar nicht kannte.

Musical und Film sind sich sehr ähnlich. Ich kenne mittlerweile einige Stoffe, von denen es sowohl einen Film als auch ein Musical gibt, aber mir fällt keiner ein, bei dem beide Versionen so nah bei einander liegen. Wer den Film mag, wird das Musical mögen und wer das Musical mag, wird wie nun ich auch den Film mögen. Die meisten Dialoge und Witze aus dem Film wurden mit auf die Bühne genommen, worüber sich Liebhaber des Films ganz sicher freuen, außerdem wurde kaum etwas heraus  gekürzt oder umgeschrieben. Auch die Charaktere wurden überwiegend dem Film  entsprechend umgesetzt.

Mit Thomas Hohler stand am Dienstag jemand als Peter Schlönzke auf der Bühne, der ein ganz anderer Typ ist als Hape (oder Enrico de Pieri, welcher diese Rolle als Erstbesetzung spielt). Wenn ich den Film schon gekannt hätte, wäre es für Thomas wahrscheinlich schwieriger gewesen, mich von Anfang an zu überzeugen, so jedoch hat er mich ab der ersten Sekunden mitgenommen und ich fand ihn einfach toll. Er hat viele verschiedene Facetten gezeigt und ich habe wohl noch nie ein so geniales „Biene Maya“ gehört, naja, bis auf den Ton, den er daneben hauen muss. Ich bin froh, dass ich ihn jetzt schon als Peter gesehen habe, weil die Wahrscheinlichkeit auf Enrico höher ist und ich eh beide sehen wollte.
Im Regieteam saßen als Walter Tobias Bode, als Bertram Reinhard Brussmann und als Doris Susanna Panzner. Sie haben die Rollen nah am Film gespielt, bleiben jedoch in der Handlung mehr im Hintergrund und irgendwie blasser. Alle drei also eher nicht gerade dankbare Rollen, aber sie haben das beste daraus gemacht und waren super in dem, was sie zeigen durften. Im Gegensatz dazu durfte Heike Schmitz als Mama Schlönzke wirklich glänzen und war präsenter als die Mama im Film. Auch die Großeltern, Wolfgang Trepper und Verena Plangger, waren sehr lustig. Insgesamt eine liebenswerte Familie, die leider oftmals ziemlich peinlich auffällt.
Als Heinz Wäscher stand Gerhard Fehn auf der Bühne. Obwohl er richtig schön ekelhaft fies war, konnte ich später als er gefeuert wurde sogar ein wenig Mitleid für ihn aufbringen. Sehr gut gespielt und sogar noch etwas ekelhafter als im Film. Ein großer Teil der Komik kommt von Claudia Dilay Hauf als Käffchen-Karin. Sie war sehr quietschig und nervig, genau so wie es in dieser Rolle eben sein muss. Allerdings, auch wenn ich mich über das Lied für sie sehr gefreut habe, habe ich den Sinn von ihrem Käffchen-Song nicht verstanden. Alle anderen Lieder im Musical fand ich nachvollziehbarer. Sehr lustig war auch Julian Button in seinen Rollen, aber besonders als Warmupper. Er hat den ganzen Saal mitgerissen und zu fast allem animieren können.
Roberta Valentini spielt eine tolle Ulla. Sie darf mit zwei Songs die Bühne rocken, was sie phantastisch macht und was wirklich gut zu ihr passt. Der Charakter Ulla wurde im Vergleich zum Film am meisten verändert. Im Film ist Ulla eher eine alternative Esoterikerin, im Musical bedient sie mehr die Rockerin. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich die rockige Ulla als erste kennen gelernt habe, aber diese gefällt mir besser als die esoterische. Außerdem bleibt Ulla im Musical eine Nebenfigur und entwickelt eine kumpelhafte Beziehung zu Peter, aber auch das gefällt mir besser als die Entwicklung im Film.

„Kein Pardon“ ist ganz klar ein Spaß-Musical, aber die mag ich ja meistens besonders gerne. So auch in diesem Fall. Es hat mir sehr gut gefallen und ich hatte viel Spaß. Ich freu mich schon auf das nächste Mal, das es ganz bestimmt geben wird, denn …

Witzigkeit kennt keine Grenzen!

Mary Poppins – 26.12.2011, Filou Beckum

Heute ging es mal wieder zu einer Laienproduktion. Solche Produktionen sind immer etwas ganz besonderes, da alle Beteiligten mit Liebe und Herzblut bei der Sache sind. Auch im Publikum sitzen Verwandte und Freunde von den Spielern, die sie  noch einmal extra hoch powern und motivieren. Mary Poppins in Beckum ist sehr stark an den Film angelehnt und unterscheidet sich daher von der Bühnenversion, die ich letztes Jahr in Scheveningen gesehen habe.  Außerdem kann diese kleine Produktion natürlich nicht mit dem Bombast und den Effekten einer Großproduktion mithalten. Dennoch wurden Bühnenbild und Magie raffiniert umgesetzt. So wurden die verschiedenen Schauplätze durch hübsche Videoproduktionen dargestellt, welche immer passend waren und nicht ablenkten. Inhaltlich wurde das Stück auf den heutigen Feiertag und auf die aktuelle Bankenkrise mit kleinen Anekdoten aufgeheitert, Mary zog einen geschmückten Weihnachtsbaum aus ihrer Tasche und der Bankdirketor erwähnte den Rettungsschirm.

Mary wurde von Meike Wiemann gespielt. Sie hat die Rolle sehr gut verkörpert und eine bezaubernde Stimme gehabt. Ihr Umgang mit den Kindern war liebvoll und schön zu beobachten, trotzdem konnte sie auch die führende Hand zeigen. Mir persönlich hat ein wenig die „britische Attitüde“ gefehlt. In der Erzählerfigur Bert stand Andre Osthues auf der Bühne.  Er hat viel mit dem Publikum interagiert, aber auch gut mit den anderen Darstellern harmoniert. Er konnte das Publikum mit seiner spritzigen Art stets mitreißen. Die Kinder, Jane und Michael, wurden von Elena Kanischew und Janik Rieping süß gespielt. Sie überzeugten mit Gestik und Mimik auf ganzer Linie und standen den großen Spielern nichts nach. Ein weiteres Highlight war das Tanzensemble, da sprang der Funke zum Publikum über, die im Rhythmus mitklatschten. Die Choreographien waren ansprechend und passten sich gut in das Stück ein.

Es war ein gelungener Theaternachmittag, an dem ich mit meiner Familie „den halben Saal“ bevölkert habe (wir waren ein ganzes Dutzend). Das Filou-Theater wird mich auf  jeden Fall wieder sehen. Jetzt habe ich Blut geleckt und freue mich schon auf „Linie 1“ im März.

Wenn Rosenblätter fallen – 01.10.2011, KATiELLi Theater Datteln

Schon gestern auf dem Rückweg habe ich mich gefragt, wie ich es schaffen soll, einen Eintrag über dieses wunderschöne Stück zu schreiben. Es erscheint mir immer noch relativ unmöglich, passende Worte für den gestrigen Abend zu finden. Die Geschichte, verbunden mit der tollen Musik, hat so stark berührt und in mir gewütet, dass irgendwie alle Worte aus meinem Kopf gefegt wurden.

Ich fange mal mit einer groben Inhaltsbeschreibung an und versuche danach, etwas von meinem Eindruck wiederzugeben. Wenn Rosenblätter fallen erzählt die Geschichte von Till, der seine Mutter an eine schwere Krebserkrankung verloren hat. Till beginnt kurz nach ihrem Tod ein Studium und lernt seine Nachbarin, die Studentin Iris, kennen. Iris erinnert ihn in vielen Zügen an seine Mutter, wodurch er in Erinnerung noch einmal die schwere Zeit der Krankheit und den Moment des Todes durchlebt.

Das ist absolut kein leichter Stoff und man kann es durchaus als gewagt bezeichnen, diese Thematik als Musical auf die Bühne zu bringen. Rory Six und Kai Hüsgen ist es aber gelungen, aus diesem Stoff ein, wie Theaterbesitzer Bernd Julius Arends es zu Beginn des Abends so treffend bezeichnete, Juwel von Musical zu schreiben. Denn obwohl ich noch nie so viele Tränen verquollene Augenpaare einen Theatersaal verlassen sehen habe, konnte man aus den Gesprächsfetzen der Zuschauer durchweg nur ein Fazit entnehmen: „Schön!“ Und dieses Fazit ist mehr als berechtigt. Die Geschichte wird so einfühlsam erzählt und auch mit etwas Witz zwischendurch aufgelockert, dass sie zwar sehr berührt und aufwühlt, aber trotzdem nicht verstörend wirkt.

Damit so ein Stück richtig funktioniert, braucht man aber auch gute Darsteller. Gut war scheinbar noch nicht gut genug, denn die Besetzung ist exzellent. Ich weiß gar nicht, wen ich zuerst nennen soll, weil alle drei einfach großartig waren. Carin Filipčić als Tills Mutter Rose hat absolut überzeugend gespielt. Ich habe ihr in jeder Sekunde Roses Verfall und den Verlust an Lebensenergie abgenommen, aber auch die positiven oder ausgeflippten Momente. Sie hat mich sehr, sehr, sehr mit ihrem Können beeindruckt. Ebenso Dirk Johnston als Till, dessen Rolle nicht minder schwierig ist. Da Till sowohl in der Erinnerung an die Vergangenheit lebt, als auch in der Gegenwart, muss Dirk teilweise in Sekundenbruchteilen die Stimmung wechseln, was ihm absolut gelungen ist. Ich bin immer wieder beeindruckt, wenn so junge Darsteller schon so unglaublich gut sind. Das trifft auch auf Stefanie Köhm als Iris zu. Iris ist die Figur, die die Geschichte durch ihre quierlige Art auflockert. Ich stelle es mir schwierig vor, so zu spielen, dass es nicht zu übertrieben witzig wird, man aber trotzdem das Publikum aus der Trauer holen und zum Lachen bringen kann. Stefanie ist das gelungen, was ich sehr bewundere.

Dass Wenn Rosenblätter fallen so gut berühren konnte, lag aber sicher auch an der tollen Atmosphäre das KATiELLi Theaters. Es fühlte sich ein bisschen an wie Theater im eigenen Wohnzimmer, was nicht nur an der Größe liegt sondern ganz besonders an der Gemütlichkeit, die bis in die hinterletzte Ecke reicht. Es war erst mein zweiter Besuch im KATiELLi und trotzdem fühlte es sich sofort gut an, wieder dort zu sein. Ich freu mich schon sehr auf ein Wiedersehen!

Dem Stück Wenn Rosenblätter fallen und allen Beteiligten wünsche ich von Herzen ganz viel Erfolg. Ihr habt es so sehr verdient!

Tag 1 – Welches Musical hast du als letztes gesehen?

Heute fange ich also meine 31 Tage an. Diese Frage ist gar nicht schwer zu beantworten, da mein letztes Musical erst zwei Tage her ist. Ich nutze diesen Tag dann auch direkt, um etwas über die Show zu bloggen.

Wicked – 02.09.2011, Dernière

Da war sie also, die letzte Vorstellung von Wicked im Metronom Theater Oberhausen. Die vorerst letzte Vorstellung in Deutschland überhaupt. Bin ich traurig? Ja und nein. Ich mag wirklich alles an dem Stück gerne, die Musik, die Geschichte, Kostüme und Bühne, die Choreographien, einfach alles ist super schön. Dennoch habe ich bei Wicked viel weniger das Verlangen gehabt, es schnell immer und immer wieder sehen zu wollen. Es gibt Stücke, die ich mir mehrmals im Monat anschauen könnte, bei Wicked brauchte ich immer einige Wochen Pause zwischen den Shows. Das liegt für mich, denke ich, daran, dass mein Herz eben doch eher für die lustigen Stücke schlägt, wo man mehr mittendrin ist. Natürlich hat Wicked auch einige Witze, aber man schaut der Geschichte zu ohne aktiv ein Teil davon zu werden. Ich werde Wicked schon irgendwie vermissen, aber der Abschied hat mir nicht so das Herz gebrochen wie zwei andere zuvor…

Nun aber mal ein wenig zur Show an sich. Die Stimmung im Saal war richtig gut, man konnte merken, dass sehr viele Fans da waren. Es gab sehr viel Szenenapplaus und Jubel. Auf der Bühne war so viel Emotion wie in keiner Show vorher. Von Joana Fee Würz hätte ich mir eine Glinda wie am Freitag schon viel eher gewünscht. Zum ersten Mal habe ich auch bei ihr im Prolog alle Gefühlsregungen der Glinda gesehen. Gleiches gilt für Anton Zetterholm als Fiyero. Daran, dass er mir für die Rolle immer noch zu jung ist, kann er natürlich nichts ändern, aber er hat dieses Mal alle Facetten seiner Rolle gezeigt und ausgespielt, so dass ich über das Manko Alter hinweg sehen konnte. Roberta Valentini war eine bombastische Elphaba. Ich liebe sie in dieser Rolle eh schon, aber sie hat noch eins oben drauf gelegt. Das kann ich so eigentlich auch für alle anderen übernehmen. Sie haben alle ein letztes Mal alles und noch etwas mehr gegeben und viel Spielfreude gezeigt, wo aber auch Abschiedsstimmung durchschimmerte.

Ich würde jetzt gerne von den vielen lustigen Dernierengags erzählen, aber das wird schwierig. Die meisten Gags gingen über Betonung oder Gestik und das lässt sich nur schwer beschreiben und ist wahrscheinlich nur halb so lustig, wie wenn man es miterlebt hätte. Ansonsten sind mir eigentlich nur zwei Dinge aufgefallen. Am Hut, den Glinda Elphie schenkt, steckte an der Spitze eine pinke Schleife mit einem grünen Etwas. In der Szene in der Ozkothek war es nicht mehr dran, aber ganz am Ende, wo der Hut über dem Fläschchen steht, war es wieder da. Und in der Ozkothek stimmte irgendwas mit dem Glas für Madame Akaber nicht, alle schauten etwas verwirrt. Ich fand es schon etwas schade, dass nicht mehr gemacht wurde/gemacht werden durfte. Sicher ist es bei Wicked auf Grund seiner Ernsthaftigkeit etwas schwieriger, geeignete Gags einzubauen, aber von den vergangenen Castwechseln und der letzten Show in Stuttgart wurden immer nette Sachen erzählt. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass wenigstens in der letzten Ensembleszene alle Swings mit rauf dürfen, aber auch das blieb mir verwährt. Dennoch war es eine sehr tolle Vorstellung und ich bin froh, dabei gewesen zu sein.

Hinterm Horizont rocken wir weiter

Ich habe leider das deutsche Intro nicht gefunden…Wer nen Link hat, her damit.

Ja, was verbindet die Schlümpfe mit Berlin? Lea ist schuld dran, dass dieses „Lalalalalala“ nun unser Motto-Lied für den Berlin-Trip wurde. Sie fing am ersten Abend in der süßen Ferienwohnung an, das zu summen und von da an begleitete uns diese Melodie eigentlich jeden Tag. Ansonsten ist am Anreise-Tag nicht sonderlich viel passiert, wir haben Nudeln mit Tomatensoße gekocht, was für mich voll das Gruppenfahrt-Feeling war, waren schnell einkaufen und haben dann einfach noch etwas zusammen gesessen.

Am nächsten Tag ging es dann erstmal Richtung Zentrum und auf Touri-Tour. Als erstes kauften wir gefühlte 200 Postkarten für die liebe Musical-Friends-Schafsherde und ein paar andere Leute. Dann wollten wir bei Mme Toussauds schon Tickets für den nächsten Tag besorgen, damit wir nicht ewig anstehen mussten. Dort erfuhren wir aber, dass ich und Begleitung eh an der Seite vorbei dürfen und unsere dritte im Bunde auch, wenn wir jemand netten erwischen. Also machten wir uns auf zum Brandenburger Tor, wo wir uns kurz mit Alina trafen, die zufällig auch in Berlin war. Eigentlich sollte der nächste Weg in die Reichstagskuppel führen, aber seit kurzem muss man sich dafür anmelden und die waren zu unserer Reisezeit schon komplett ausgebucht. Nachdem wir in einem Park dann unsere Urlaubspost erledigt hatten, ging es schon mal zum Sony Center in der Nähe vom Theater am Potsdamer Platz, wo wir noch gemütlich Zeit hatten, um was zu essen.

Dann ging es ins Theater, um Hinterm Horizont zu gucken. Schon ein paar Tage vorher war klar, dass Serkan an diesem Abend nicht spielen würde. Patrick Stamme stand als Irrer auf der Bühne. Er war ein sehr geniales Udo-Double, ich kann ihn mir auch in der Hauptrolle sehr gut vorstellen. Den Udo spielte Michael Eisenburger. Ich habe mich verliiiebt, er hat einen total sympathischen, liebenswerten Udo gegeben. Ich kann nachvollziehen, dass sich Jessy, gespielt von Josephin Busch, in ihn verguckt hat. Josephin war eh auch eins der Highlights. Und Christian Sengewald als Elmar hat mich noch sehr beeindruckt. Über das Stück selbst kann ich sagen, dass es deutlich besser ist als sein Ruf. Nochmal extra dafür eine Reise planen, würde ich zwar nicht, aber sollte ich wieder in Berlin sein, würde ich es nochmal angucken oder wenn es hier in der Umgebung gespielt würde. Einen schönen Theaterabend hatte ich definitiv!

Tagsdrauf ging es dann zu Mme Toussauds. In den ersten Räumen war ich total desorientiert, weil die Figuren so unglaublich echt aussehen, dass ich gar nicht wusste, wer jetzt Besucher und wer Wachsfigur ist. War mal ganz interessant, aber ich muss mir sowas nicht wieder ansehen. Besonders Spaß hat’s gemacht, Lea beim Posen zu zu sehen. (Ich will deine Fotos sehen!) Später ging es dann in den RitterSport-Laden, den ich einfach liebe. Da kann man sich von den Minis alles mögliche mischen und seine eigene RitterSport-Füllung kreieren, das ist meine Welt. Wir sind noch gemeinsam Pizza essen gegangen, bis sich unsere Wege trennten

Für Heike und mich ging es in mein Lieblings-Stage-Theater, das Theater des Westens, zu We Will Rock You. Dort erwartete uns mit der Besetzung eine kleine Überraschung. Leon van Leeuwenberg ist wieder als BAP bei den Rockern. Er war toll, eine ganz andere Rolle als Wilbur und trotzdem schien sie wie für ihn gemacht. Ein weiteres Wiedersehen gab es mit Dominik Schulz als Dieter und ich habe mich so gefreut. Genial gespielt, mit sehr viel Witz, leider hat er keine Solo-Zeilen zu singen. Jessica Kessler spielte die Scaramouche. Sie war richtig gut und ich bin glücklich, sie mal in einem Musical gesehen zu haben. Nun zu meinen Entdeckungen des Abends. Gudrun Schade, die die KillerQueen einfach mal gelebt hat. Sie war der Hammer! Und Silke Braas, die eine geniale Ozzy gespielt hat. Einen Galileo hatten wir natürlich auch. Und was für einen! Alex Melcher war richtig klasse, er kann so gut spielen, das ist sogar bis ins Hochparkett gekommen. Ich bin so froh, WWRY nochmal gesehen zu haben. Bitte, bitte, bitte holt es wieder nach NRW! Ich wusste, dass mir das Stück total gefällt, aber dass ich es dermaßen liebe, hatte ich über die Jahre vergessen…

Den letzten Tag unserer Reise verbrachten wir im Zoo. Ich mag den Berliner Zoo ganz gerne. Die meisten Gehege sind schön und liebevoll gestaltet und auch recht geräumig. Es gibt noch ein paar armselige kleine, aber daran wird gearbeitet, glaube ich. Es war an dem Tag unglaublich warm und irgendwann war ich etwas genervt, aber als wir dann im Bahnhof was getrunken hatten, ging es wieder. Später gab es nochmal Nudeln und wir haben in der Wohnung DVD geschaut. Ein gemütlicher Abschluss für eine tolle Reise. Danke, Mädels, für die schöne Zeit! Gerne wieder!