„Moulin Rouge Story“ Schubring/Adenberg

„Komm ins Moulin Rouge“ fordert direkt der erste Track und wenn man dieser Einladung folgt, kann man knappe 1:30 Stunden in die Welt des wohl bekanntesten Pariser Varieté eintauchen. Die Kompositionen von Marc Schubring sind insbesondere bei den Shownummern sehr bildhaft, sodass es einem leicht fällt, sich die Tänze und das Geschehen auf der Bühne vorzustellen. Diese eingängige Musik lässt die CD zu einem Album werden, dass man gut auch mal nebenbei und gerne immer wieder hören kann, ohne sich vollständig darauf konzentrieren zu müssen.

Man sollte sich jedoch durchaus auch die Zeit nehmen, konzentriert hinzuhören, um den Texten von Wolfgang Adenberg die verdiente Wertschätzung entgegen zu bringen. Diese verdeutlichen das Auf und Ab im Leben der Protagonisten. Denn auf der einen Seite unterstützen sie die fröhliche Beschwingtheit der Musik, aber andererseits bilden sie oft auch einen schönen Kontrast und stellen die Dramatik in den Vordergrund. Durchweg jedoch sind sie stimmig gereimt und haben einen schönen Sprachfluss, was sie sehr gut singbar macht.

Für den Gesang haben sich die Kreativen mit Sabrina Weckerlin, Drew Sarich, Jan Ammann, Ethan Freeman und Adrian Becker namhafte Künstler ins Studio geholt, die ihre Sache ausgesprochen gut machen. Fans der genannten Darsteller werden mit jeweils mindestens einem Solo ihres Lieblings belohnt. Obwohl es eine Studioaufnahme ist, sind die Stücke nicht einfach nur eingesungen, sondern emotionsgeladen und leidenschaftlich interpretiert. Dadurch kann die bildhafte Musik den Zuhörer erst richtig ins Geschehen ziehen.

Ich bewerte dieses Album mit 4 von 5 Schafnasen. Es ist insgesamt wirklich ein gelungenes Album, dem für die fünfte Schafnase nur eine Kleinigkeit fehlt: obwohl einige Songs durchaus Ohrwurmcharakter bieten, hat sich bei mir keiner davon dauerhaft festgesetzt.

Durch meine Finger rinnt die Zeit

Wo ist das Wochenende geblieben?? Auf einen Teil davon habe ich mich ein Jahr gefreut, auf den anderen auch immerhin ein halbes und nun ist es schon wieder vorbei. Zeit ist doch irgendwie was komisches, besonders wenn man so wenig schläft und sich eh die ganze Wahrnehmung verschiebt. Ich habe das Gefühl, seit Samstagabend das restliche Wochenende auf Droge verbracht zu haben. Gut, das muss nicht unbedingt am Schlafmangel liegen, sondern könnte auch durch die Patrick/Sabrina- und Drew-Droge bedingt sein, das will ich jetzt mal nicht ausschließen…

Patrick Stanke – Ich bin Musik, 24.09.2011

Jaaa… Der Name war Programm, so viel kann ich schon mal festhalten. Ihr wisst ja, dass mir bei Patricks Konzerten immer wieder die Worte fehlen. Auch wenn ich dieses Mal etwas anderes als SoS erwartet und bekommen habe, fällt es mir nicht leichter, etwas von dem Abend wiederzugeben. Das Konzert hatte den Untertitel „10 Jahre Patrick Stanke“, Zitat Patrick: „Das klingt ja wie ein Kindergeburtstag“, und so gab es über den Abend verschiedene Eindrücke aus Musicals, in denen er gespielt hat. Passend zum Thema des Abends war natürlich auch Sabrina Weckerlin dabei und sie war nicht nur Gast, sondern durfte einen recht großen Teil des Abends füllen. Ich liebe die beiden so unglaublich auf der Bühne und zusammen sind sie unschlagbar genial. Es war ein wunderschönes Konzert, welches ich trotz Müdigkeit und Erschöpfung nach einem 4-stündigen Einstellungstest genießen konnte.

Drew Sarich – Me and my guitar, 25.09.2011

Mir ging es gar nicht gut. Ich stand kurz vor einer Migräne, hatte also üble Kopfschmerzen und einen seltsamen Kreislauf. Wäre dieses Konzert nicht so eine einmalige Chance gewesen und hätte ich nicht Ann-So und Marije zu Besuch gehabt, ich wäre zuhause geblieben und ins Bett gekrochen. Ich bin also doch gefahren und habe es nicht bereut. Auf der Fahrt konnte ich etwas dösen und so ging es mir dann auch nicht mehr ganz so dreckig. Das Chaos vor Konzertbeginn wiederum war nicht so gesundheitsförderlich, aber dann ging es irgendwann endlich los. Das ganze Konzert wurde mit eigenen Songs von Drew gefüllt. Drews Musik hat mir sehr, sehr gut gefallen. Von Drew, seiner Stimme und Bühnenpräsenz mal ganz abgesehen. Er war genial! Ich meine, wie gut kann ein Künstler sein, dass mir der Abend trotz elendiger Kopfschmerzen in guter Erinnerung ist? Danke, Drew!