„Doppelbett mit Liebesbrücke“ von Aline Engels

Zur Abwechslung gibt es mal wieder eine kleine Buchempfehlung von mir. Am Wochenende habe ich die Biografie „Doppelbett mit Liebesbrücke“ von Aline Engels gelesen und kann sie jedem anraten, der noch ein kleines Buch mit Herz und Witz sucht.

Das erste Mal habe ich auf Facebook von dem Buch gehört, aber der Teaser hat mich eher skeptisch zurück gelassen. Dort hatte ich den Eindruck, dass eine Frau, die mit einem behinderten Mann zusammen lebt, in der Biografie etwas überdramatisch über die Schwierigkeiten des gemeinsamen Lebens erzählen würde. Jammerei über Behinderung liegt mir gar nicht und so hakte ich das Buch ab. Wenige Tage später tauchte in einem Forum für Muskelkranke dann wieder ein Hinweis auf und eine Schreiberin kommentierte, dass sie bereits die Hälfte gelesen habe und es ein gutes Buch sei. Daraufhin beschloss ich, es mir zu holen, sollte mein eBook-Store es anbieten.

Ich würde jetzt nicht hier schreiben, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre und mir „Doppelbett mit Liebesbrücke“ zusätzlich nicht auch noch gut gefallen hätte. Fangen wir mit meiner Befürchtung an: nein, es wird nicht gejammert und schon gar nicht überdramatisiert. Aline Engels schreibt in einem leichten Stil und hat ein gutes Händchen für Humor und Ironie. Viele der (mitunter auch mal komischen) Situationen kann man sich durch ihre Schilderung wunderbar vorstellen, was durchaus die Gefahr des Dauergrinsens in sich birgt.

Aber worum geht es nun eigentlich? Aline Engels, hoffnungslose Workoholic und alleinerziehende Mutter von zwei mittlerweile erwachsenen Kindern, lernt bei einem ihrer noch sehr zahlreich werdenden Projekte Tim kennen. Tim lebt seit seiner Kindheit mit Spinaler Muskelatrophie und wohnt schon viele Jahre selbstständig mit Assistenz. Die Chemie zwischen Aline und Tim stimmt von Anfang an und so kommen immer mehr gemeinsame Projekte in Gang, denn Aline merkt bald, dass sie sehr viel Zeit in Tims Nähe verbringen möchte. Aber was Aline auch tut und macht, Tim wahrt stets eine gewisse Distanz. Das wäre natürlich kein Stoff für ein gutes Buch und wie man sich denken, schaffen die beiden doch irgendwann, auszusprechen, was alle anderen schon längst gewusst haben. Und damit fängt das eigentliche Abenteuer auch erst an:
Was werden die Familien über diese Beziehung sagen? Wie bringt man ein Leben mit 24-Stunden-Assistenz und eine Partnerschaft unter ein Dach? Und warum gibt es eigentlich keine partnergerechten Pflegebetten?

Für mich war an „Doppelbett mit Liebesbrücke“ besonders interessant, eine Beziehung mal aus der Sicht des nicht-behinderten Partners geschildert zu bekommen. Ich lebe mit derselben Behinderung wie Tim und habe daher eine gute Vorstellung von Gedanken und Befürchtungen, die man als Partner mit Behinderung hat. Was aber könnte im Kopf des nicht-behinderten Partners vorgehen? Welche Gedanken macht er sich? Dazu erhält man von Aline einen guten Überblick. Und da ich die ein oder andere von ihr geschilderte Situation auch schon mal erlebt habe, stufe ich ihre Biografie als sehr realitätsnah ein.

Wer sich auch nur ein kleines bisschen für diese Thematik interessiert, wird den Kauf des Buches nicht bereuen. Und wer noch eine sommerliche Liebesgeschichte braucht, der wird auch ein paar schöne Lesestunden damit verbringen können.

„Ziemlich beste Freunde“ von Philippe Pozzo di Borgo

Nachdem ich den Film Ziemlich beste Freunde gesehen hatte, freute ich mich sehr, dass ich bei LOVELYBOOKS an der Leserunde teilnehmen durfte und das Buch gewonnen habe. Schon nach den ersten Kapitel fragte ich mich allerdings, wie aus so einem schweren, bedrückenden Buch ein so unbeschwerter, lebensfroher Film werden konnte. Bis zu letzt habe ich noch darauf gewartet, dass etwas von der Fröhlichkeit des Films im Buch auftaucht, ich wartete vergeblich.

Vielleicht hätte ich das Buch anders wahrgenommen, wenn ich den Film nicht gekannt hätte, allerdings wäre das immer noch kein Buch, dass mir sonderlich gefallen würde. Zum einen ist da der Erzählstil, der mir nicht zusagt. Es gibt sehr viele Zeit- oder Gedankensprünge, denen ich manchmal nicht sofort folgen konnte und die die ganze Erzählung ziemlich verworren machten. Mein größtes Problem hatte ich jedoch damit, dass Philippe fast die ganze Zeit erzählt, wie sehr er leidet und wie schlimm doch alles ist. Ja, er hat durchaus ein sehr schweres Paket zu tragen, nicht nur mit seiner eigenen Krankheitsgeschichte, sondern besonders auch mit der Krankheit seiner Frau. Wahrscheinlich nehme ich die ganze Geschichte auch aus meiner Situation heraus, dass ich selbst im Rollstuhl sitze und viel personelle Hilfe brauche, auch ganz anders war, als der Leser ohne Behinderung, ich weiß es nicht.

Für mich persönlich ist ein Leben mit Behinderung jedenfalls nicht so schwarz, wie es in diesem Buch vermittelt wird, sonders es kann – und sollte! – sehr bunt und lebhaft sein.

„Mach dieses Buch fertig“ – Station 8

Nach vier kommt acht. Ist doch so, oder nicht? Naja, das mit dem „Schickt mir dann eure Bilder“ hat wohl nicht so gut geklappt, egal. Solange ich immer zwischendurch kleine Lebenszeichen von meinem Buch bekomme, ist es ja noch okay. So bleibt es spannend, wenn es dann irgendwann zu mir zurück kommt.

Station 8 war die gute Lea, die mein Buch in der Zeit so lieb gewonnen hat, dass es ihr sogar etwas schwer fiel, es nach all der gemeinsamen Zeit weiterzuschicken. Aber sie hat es brav abgegeben und mir Bilder und kleine Kommentare geschickt. Die bekommt ihr dann jetzt zu sehen:

"Natürlich erstmal das Buch durch die Gegend schmeißen - muss ja sein :D"
"Ein bisschen HiHo muss sein - ich glaub, das ist meine Lieblingsseite. Schön bunt und HiHo eben.. hehehe."
"Mit ins Bett genommen hab ich es natürlich auch 😀 Und auch sonst hat es mich immer begleitet und war sogar in Berlin!"
"Die Seite in die man unnütze Dinge kleben sollte - unter anderem das City Tour Ticket von der gemeinsamen Berlin-Reise <3"
"Die hat einfach Spaß gemacht :D"

Ich finde alle Seiten toll und ganz besonders freue ich mich über das City Tour Ticket von unserer gemeinsamen Reise. Die Berlin-Tour war einfach so schön und harmonisch und jetzt klebt ein Stück (mit der HiHo-Seite ja eigentlich zwei) Erinnerung daran in meinem Buch. Danke, Lea!

Lea hat übrigens auch selber gebloggt.

„Mach dieses Buch fertig“ – Station 2

Das hier wird nur ein kleiner Bilder-Beitrag für zwischendurch. Nächste Woche wird es dann wohl ein oder zwei Berichte geben, da ich heute Abend zur Rocky Horror Show gehe und das Wochenende in Fulda bei der Päpstin bin.

Nun also aktuelle Bilder von meinem Buch:

Ausreißen und mitwaschen - die Tinte ist wohl wasserfest
Die Seite besticken - das ist ja wohl megacool!

Ich bin total verliebt in die bestickte Seite! Die ist richtig schön geworden und dann auch noch so toll musicalisch! Das Buch wird ein wundervolles Kunstwerk, wenn das so weitergeht.
Die Seite mit den Obstaufklebern dürft und sollt ihr gerne alle bearbeiten, damit das eine bunte Sammlung wird.

„Mach dieses Buch fertig“ – endlich geht’s los!

Ja ja, ihr dürft ruhig ein wenig schimpfen. Ist doch schon fast ein halbes Jahr seit meinem Aufruf vergangen und es ist noch nichts weiter passiert. Und woran lag es? Einfach an mir und daran, dass ich nicht angefangen habe. Jetzt habe ich mich aber endlich ausgetobt und schon spätestens am Wochenende geht das Buch zum nächsten „Zerstörer“. Eigentlich hatte ich die Anmeldezeit ja begrenzt, aber wenn noch jemand mitmachen möchte, schaut mal hier oder meldet euch sonst irgendwie bei mir.

Und hier die ersten Bilder:

 

Ich kann meinen Nicknamen schreiben!

 

Ich bin unglaublich zerstörerisch drüber gerollt!
Irgendwann kommt es zurück.
Made by Assi C. ^^

„Mach dieses Buch fertig“ – Meine Blog-Aktion

Zu allererst: Frohe Weihnachten, ihr Lieben!!!

Endlich ist es so weit, ich kann meine Aktion vorstellen! Und zwar geht es, wie schon im Titel und hier unten links erkennbar, um „Mach dieses Buch fertig“. Es ist kein gewöhnliches Buch, welches man einfach liest, sondern ein Buch zum Machen. Ich bin vor einer ganzen Weile über das Buch gestolpert und fand es eine super lustige und interessante Idee. Da mich meine Kreativität aber gerne schnell wieder verlässt, habe ich mich da nicht „dran getraut“. Aber irgendwann bin ich dann auf einen Blog gestoßen, wo dieses Buch als Projekt fertig gemacht wurde. Und da war mir klar, wie ich mein Buch fertig machen kann – mit euch, eurer Hilfe und eurer Kreativität!

Als ich mein Päckchen mit dem Buch entpackt habe, dachte ich erstmal „Wow, so dick hatte ich das jetzt aber nicht erwartet“, aber mit euch zusamen kriege das Buch schon fertig. Danach habe ich es von außen bestaunt, es ist wirklich liebevoll aufgemacht. Und dann habe ich erstmal komplett durchgeblättert. Da sind wirklich interessante und coole Aufgaben dabei, allerdings auch ein paar ekelige…

Amazon sagt übrigens:

Mach dieses Buch fertig - Cover

Nichts reinkritzeln. Keine Knicke machen. Nichts draufkleckern. Und bloß nicht im Regen liegen lassen…Wir haben es alle von klein auf gelernt: Bücher muss man gut behandeln. Dass es aber unheimlich Spaß macht, genau das nicht zu tun, zeigt dieses ideensprühende Buch: Bohre mit einem Bleistift Löcher in diese Seite. Dokumentiere dein Abendessen. Nimm das Buch mit unter die Dusche. Archiviere hier die Briefmarken all deiner Post. Schreibe mit dem Stift im Mund. Tobe dich auf dieser Seite aus, wenn du richtig sauer bist. Jede Seite dieses Buches wirkt wie ein Befreiungsschlag und setzt ungeahnte kreative Energien frei. Schaffen ist zerstören, sagt Keri Smith. Das Umgekehrte ist allerdings genauso richtig. Denn während man das Buch rundum fertig macht , entsteht ein witziges, spannendes und sehr individuelles Kunstwerk. Die Originalausgabe von Keri Smiths Buch ist seit Erscheinen ein Lieblingsthema in vielen Blogs kreativer Menschen. Hier ist endlich die deutsche Ausgabe: Lassen Sie sich davon inspirieren und dann: Machen Sie Ihr Buch fertig!

Meine lieben bücherliebenden Blog-Leser, ich kann mir jetzt schon vorstellen, dass euch die Aufgaben im Buch sehr schwer fallen werden. Besonders euch wird diese Aktion fordern und ich freue mich schon, wenn ihr schildert, wie ihr euch zu diesem oder jenem überwinden musstet, aber was auch immer, macht bitte mit! Das wird ein Spaß! Ich denke, dass das Endprodukt etwas ganz besonderes werden wird, jedenfalls für mich und das ist ja auch die Hauptsache.

Und so habe ich mir das gedacht:

1. Wer mitmachen möchte, schreibt mir eine E-Mail mit Name und Postadresse an blog-123maeh@hotmail.de

2. Am 21. Januar werde ich aus allen Einsendern eine zufällige Reihenfolge festlegen und jedem Mitteilen, auf welcher Position er in der Kette steht und an wen er das Buch weiterverschicken soll

3. Ich bearbeite zwei Seiten im Buch und schicke es dann an die erste Person raus

4. Die nächste Person bearbeitet zwei Seiten im Buch, fotografiert ihr Werk, schreibt mir ein Mail mit Bildern und Erfahrungsbericht und schickt das Buch dann an die nächste Person weiter und wer das Buch als letzter kriegt, schickt es dann natürlich an mich zurück.

Ich werde die Fotos und Berichte immer hier veröffentlichen. Damit viele Seiten gefüllt werden können, müsst ihr ganz vielen Leuten von der Aktion erzählen und sie als Teilnehmer gewinnen. Nur so kann das Buch ein großes Kunstwerk werden!

Also bloggt über meine Aktion, verteilt den Link hier her, twittert drüber, schreibt bei Facebook, verteilt Zettelchen, erzählt davon, …

Thriller-Autor oder Comedian? – Lesung Sebastian Fitzek

Ich war eben in Kerpen bei der Lesung zu Der Augensammler von Sebastian Fitzek. Obwohl ich das Buch schon gelesen habe, wollte ich gerne diese Lesung besuchen, weil die OnlineLesungen von ihm schon immer so unterhaltsam waren und es live sicher noch interessanter werden würde. Und das war es! Mir hat der Abend sehr gut gefallen und, obwohl ich schon Inhalte kannte, war mir keine Sekunde langweilig.

Meine Assistentin raunte mir nach den ersten Sätzen zu: „Der spricht wie ein Comedian.“. Und, ja, irgendwie hat sie damit Recht. Aber das ist gut so, er wirkt dabei sehr sympathisch und die Lesung macht er so sehr interessant. Ein einfaches Runterrattern seiner Texte wäre doch schrecklich langweilig. Gerade diese Schere vom düsteren Inhalt seiner Bücher zum lockeren, erfrischenden Vortragsstil empfand ich total packend.

Die Momente, in denen aus dem Augensammler gelesen wurde, waren für mich natürlich nicht mehr so spannend. Aber – und das sagte Sebastian Fitzek auch selbst in der Einleitung – bei seinen Lesungen passiert viel, nur wird nicht sehr viel gelesen. Für mich besonders gut, aber ich finde das auch für jene nicht schlecht, die das Buch erst noch lesen wollen. Lesen kann man es auch immer noch zuhause oder das Hörbuch hören, aber die Geschichten zur Recherche und Anekdoten aus dem Alltag des Autors kann man nur erfahren, wenn man ihn vor sich hat.

Ich habe mich auf jeden Fall sehr gut unterhalten gefühlt und freue mich schon auf ein neues Buch und somit auf eine neue Lesereise. Die Zeit bis dahin werde ich jetzt erstmal mit den älteren Büchern überbrücken.

Lesemarathon und ein Ausflug ins Baltimore der 60ies

Nach einem mehr oder weniger ereignisreichen gestrigen Tag sitze ich nun gelangweilt hier herum und lauer über meinem Telefon. Ich erwarte einen wichtigen Anruf von Technikern, aber es passiert einfach nichts! Wenn ich nicht so telefonscheu wäre, hätte ich wahrscheinlich schon selbst nochmal dort nachgehakt, tja, aber…

Gestern vormittag habe ich am Lesehalbmarathon bei LOVELYBOOKS teilgenommen. LOVELYBOOKS ist eine hübsche Bücher-Community, wo man seine „Bibliothek“ einrichten kann, sich mit Freunden verbinden oder auch in verschiedene Gruppen eintreten kann. Ich bin der Gruppe „Lesemarathon – 24 Stunden lesen“ beigetreten. 24-Stunden-Marathons finden dort etwa alle zwei bis drei Monate statt. Ungefähr ein Mal im Monat gibt es dort einen Lesehalbmarathon, also 12 Stunden lesen.
Ich habe mit den Terminen bisher leider Pech gehabt. Irgendwie hat es nämlich immer Tage getroffen, an denen ich in musicalischer Mission unterwegs war. Man könnte jetzt behaupten, ich wäre zu viel unterwegs, aber wer würde denn sowas sagen? Nun ja, gestern stand also wieder ein Lesehalbmarathon an – und ein Musical-Besuch. Da es aber dieses Mal nur nach Köln zu Hairspray ging, konnte ich sieben von zwölf Stunden mitlesen. Besser als gar nichts!

10 bis 11 Uhr: 17 Seiten (The Demons Convenant ab Seite 10)
11 bis 12 Uhr: 12 Seiten “
12 bis 13 Uhr: 23 Seiten “
13 bis 14 Uhr: 0 Seiten (mittagessen, duschen)
14 bis 15 Uhr: 8 Seiten (weiter The Demons Convenant)
15 bis 16 Uhr: 17 Seiten “
16 bis 17 Uhr: 23 Seiten “
Gelesen insgesamt: exakt 100 Seiten

Eigentlich hatte ich mir schnelleres Lesen zugetraut, aber so genau gemessen habe ich auch vorher noch nie, wie schnell oder langsam ich bin. Ich denke, mich hat in der Lesegeschwindigkeit auch eingeschränkt, dass das Buch auf Englisch ist. Ich liebe Bücher auf Englisch, aber ich bin schulisch jetzt doch schon länger raus und merke leider, dass meine Kenntnisse nach und nach einrosten…
Es war aber eine sehr gute Entscheidung dieses Buch in den Lesemarathon mitzunehmen. Mit dem Vorgänger bin ich nie richtig warm geworden, weil ich nur hier und da mal ein paar Seiten gelesen habe. Das gleiche hat bei The Demons Convenant wieder angefangen, die ersten zehn Seiten haben fast einen Monat gebraucht. Durch den Lesemarathon habe ich mich jetzt endlich konzentriert über längere Zeit eingelesen und bin in der Geschichte richtig drin. Ich freu mich jetzt richtig, gleich wieder weiter zu lesen!

Um 17 Uhr habe ich mich dann fürs Musical fertig gemacht und bin nach Baltimore gefahren, das noch bis zum 26. September mitten in Köln liegt. Hairspray gehört zu meinen Lieblingsmusicals und jede Show macht ganz doll viel Spaß! Mir war bis vor kurzem nie wirklich bewusst, dass ich einen Faible für die lustigen, spaßigen Musicals habe. Es scheint aber so, denn zu meinen absoluten Favoriten zähle ich besonders Spamalot, Buddy und Hairspray. Deshalb bin ich jetzt auch schon sehr auf Grease in Düsseldorf und Petticoat in den Niederlanden gespannt. Die gehen ja auch noch musikalisch wieder sehr in Richtung Hairspray und Buddy.
Gestern war ich mein vorletztes Mal für Hairspray im MusicalDome. Mit der letzten Vorstellung mache ich meine zehn Besuche dann voll. Aber obwohl ich dieses Stück nun schon einige Male gesehen habe, wird es nie langweilig und ich habe es sogar geschafft, dass ich gestern drei Darsteller in großen Rollen hatte, die ich bisher noch nicht gesehen habe. Und keiner der drei hat mich enttäuscht, im Gegenteil!
Mit Kristel van Grunsven habe ich nämlich eine neue Lieblingstracy gefunden. Kristel hat eine wunderschöne, warme Stimme, der man stundenlang zuhören könnte, ohne dass sie einen langweilt oder gar nervt. Besonders beeindruckt hat mich aber auch ihr Tanz. Gut, sie ist schon auch ein wenig dünner als die anderen zwei Tracys und hat dem entsprechend auf diesem Gebiet wohl so ihre Vorteile. Ich mochte ihre Tracy aber wahnsinnig gerne und finde es schade, dass ich sie nur ein Mal in dieser Rolle sehen konnte.
Auch als Penny hatte ich gestern ein neues Gesicht. Ich dachte schon, ich würde alle zehn Vorstellung mit Jana Stelley erleben, aber die musste gestern anderweitig spielen. So konnte ich dann doch noch Leila Vallio als Penny sehen. Leilas Penny unterscheidet sich in vielen Dingen sehr von Janas, das finde ich sehr gut! Dann kommt man gar nicht erst in Versuchung, zu sagen „die ist aber besser“, weil sie so anders sind, dass man das eigentlich nicht festmachen kann. Ich bin sehr froh, dass ich Leilas Penny kennen lernen konnte!
Als meinen dritten Corny hatte ich dann gestern zum ersten Mal Martin Schäffner. Auch er hat mir ganz gut gefallen, gesanglich war er auf jeden Fall toll. Er war mir aber darstellerisch nicht immer präsent genug. Stellenweise ist er mit gar nicht richtig aufgefallen, weil ich mehr auf das restliche Ensemble geachtet habe.
Die anderen Darsteller haben durch die Bank sehr gute Leistung gebracht, wie gewohnt. Ganz besonders hatten es mir gestern Strahlemann Michael Heller und Zodwa Selele angetan. Aber generell waren wohl alle sehr gut drauf, denn man konnte sehen, dass sie Spaß auf der Bühne hatten. Und überrascht wurde ich von Uwe Ochsenknecht! Ich fand ihn noch nie schlecht als Edna, aber er lag doch immer weit hinter den anderen beiden. Gestern hat er für mich einen riesen Sprung gemacht und auf meine vorletzte Vorstellung noch deutlich aufgeholt.

Es war also ein absolut wundervoller Tag, der ruhig und entspannt anfing und in einer genialen Vorstellung sein Ende nahm. Ich trauere gerade schon ein wenig, dass es jetzt nur noch ein Mal nach Baltimore geht… Aber jetzt freue ich mich dann doch erstmal auf das Benefiz-Konzert heute Abend in Oberhausen!