Tag 4 – Dein absolutes Hasslied

Das ist auch wieder schwer. Es gibt nämlich sehr, sehr viele Lieder, die ich hassen kann. Ich beschränke mich jetzt mal auf das, was aktuell so in den Charts ist, um die Auswahl ein wenig zu verkleinern. Meine Wahl fällt auf Platz 12 der deutschen Single-Charts in der 36. Kalenderwoche: California Gurls von Katy Perry. Ich finde das Lied einfach nur nervig. Mich stört total, dass im Moment so „in“ ist, über die Stimme diesen Pitch-Effekt zu legen. Das kommt bei mir immer so an, als wolle man verstecken, dass man nicht singen kann. Wahrscheinlich stimmt das sogar in den meisten Fällen.. Was mich auch noch an dem Lied nervt, ist, dass es insgesamt durch die elektrische Musik so künstlich ist.

Zo dansen de vampieren vannacht

Nach über einem Jahr war es endlich mal wieder so weit, ein Musical auf Niederländisch zu sehen, besser gesagt auf Flämisch, aber für meine Ohren und mein Sprachverständnis ist das fast das gleiche. Niederländer würden mich für diese Aussage wahrscheinlich töten wollen und Flä… Fla… Menschen flämischer Sprache wahrscheinlich auch, ich bin aber nun mal kein Muttersprachler…

Von dem Bisschen Verkehrsführungschaos in Antwerpen selbst mal abgesehen, sind wir sehr gut durchgekommen und haben den fast perfekten Parkplatz gefunden. Bis zur Vorstellung waren noch fast drei Stunden Zeit, also haben wir uns vor die grüne Lunch Box gesetzt und erstmal etwas gegen Hunger und Durst unternommen. Fazit: In Antwerpen gibt es zweisprachige Bionade-Flaschen und Focaccia ist nicht gerade barrierefrei (kann man bei Essen eigentlich barrierefrei sagen? Egal, ihr könnt euch was drunter vorstellen).

Nach dem leckeren Schmaus, der meine Lebensgeister wieder erweckt hat, ging es dann ein erstes Mal ins Theater. Flyer einsacken. Und da gab es dann ganz tolle Postkarten von dem Musical mit S und pamalot, welches ich nur morgen namentlich nennen werde, von denen wir einen ziemlichen Stapel eingepackt haben. Dann ging es erstmal wieder raus auf den Vorplatz, es war immer noch so viel Zeit und ganz ins Theater konnte man noch nicht und das Wetter war so schön!

Zum Glück hat alles Warten aber auch irgendwann ein Ende und es ging endlich in den Saal, wo bald Dans der Vampieren anfangen würde. Ich wusste noch von Elisabeth, dass ich im Gang auf der Treppe sitzen würde – wenn es auch die andere Seite war – und fragte mich, ob bei dem Theater überhaupt Vampire durch den Saal laufen würden, von oben aus gibt es nämlich keinen Weg direkt grade durch zur Bühne. Kurz vor Beginn kam dann eine Saalwache zu mir und hat mich vorgewarnt, dass ich mich nicht erschrecken solle. Einerseits finde ich das ja ganz nett, aber eigentlich macht das doch irgendwie den Effekt kaputt. Und vor Koukol habe ich mich beim ersten Mal trotzdem erschreckt! Warum kommt der auch links runter und nicht rechts wie in Oberhausen? Ach ja, und ein Vampir hat mir die Schulter getätschelt, also nett und nicht erschreckend. Das war schon lustig!
Ich bin gleich mehrfach froh, dass ich Dans der Vampieren in Antwerpen gesehen habe. Zum einen, weil ich die Sprache einfach unglaublich gerne mag und sehr gespannt war, wie das Stück so wohl wirkt, zum anderen wird in Antwerpen, laut meiner persönlichen Vampir-Expertin, in Sachen Bühnenbild und Kostüme zu 100% Neue Wiener Fassung gespielt. Ich habe dadurch also einen recht guten Eindruck dieser neuen Version gewonnen, nur das neue Ende fehlt leider. Das ist für mich persönlich ziemlich schade und ich finde es auch etwas doof und inkonsequent. Ganz oder gar nicht, oder?
Im ersten Akt, besonders am Ende vor dem Schloss, fand ich die Kulissen nicht so schön. Das Schloss war so projiziert und sah seltsam aus, der Designer hat definitiv eine komische Perspektive geschaffen. Das Wirtshaus hat mir auch nicht so gefallen, es wirkte etwas billig. Aber der zweite Akt hat den Eindruck dann wettgemacht, vor allem die Ahnengalerie hat mich bezaubert, aber auch so machten Schloss und Gruft einen schicken Eindruck. Mit den Kostümen bin ich aber sehr zufrieden. Der Graf sah zwar anfangs seltsam aus, aber zum Ball hin ist er dann auch ernstzunehmend schick geworden. Ganz besonders gut gefallen haben mir Sarahs rotes Kleid und die aufgepeppten Kostüme vom Tanz der Vampire.
Die Cast hat mich dafür aber so ziemlich komplett überzeugt. Allen voran Anne van Opstal als Sarah. In Oberhausen habe ich leider ein paar schlechte Sarah-Erfahrungen gemacht, deshalb bin ich bei der Rolle mittlerweile ziemlich skeptisch geworden und habe immer etwas Angst, dass eine Darstellerin ihr nicht gewachsen ist. Anne hat mir aber eine ganz tolle Sarah präsentiert und ich freue mich sehr, dass ich nochmal eine richtig gute Sarah erleben durfte. Ihre Stimme ist wirklich schön und ich mochte jedes Lied mit ihr ganz besonders.
Niels Jacobs war ein richtig niedlicher Alfred. Er hat ihn süß gespielt, eigentlich genau so, wie ich mir einen Alfred immer wünsche. Gesanglich passt er, jedenfalls nach meinem Empfinden, nicht zu 100% auf die Anforderungen. Er hat schon wirklich gut gesungen, wirkte für mich aber bei einigen wenigen Stellen etwas angestrengt. Das aber auch nur minimal und ich mochte ihn trotzdem sehr gern.
Als nächstes widme ich mich Koukol, gespielt von James Cooke, weil ich bei der Rolle nie wirklich viel zu sagen weiß und sie deshalb lieber jetzt erledige, bevor alle Worte in meinem Kopf aufgebraucht sind. Wie oben schon geschrieben, hat er mich bei seinem ersten Auftritt total erschreckt. Ich bewundere die Koukol-Darsteller eh schon immer für ihre gebückte Arbeitshaltung, aber James ist so gebückt schlurfend auch noch ziemlich schnell die Treppe vor mir runter gepest. Er war ein guter Koukol, er hat seine Auftritte sichtbar genossen und konnte die Aufmerksamkeit der Zuschauer für sich gewinnen.
Sébastien de Smet war ein ganz toller Abronsius. Der Professor ist sowieso eine meiner Lieblingsrollen, ich mag schusselige, verpeilte Menschen einfach. Vor seinen Szenen hatte ich allerdings Angst, weil er ja ziemlich schnell redet/singt und ich dachte, dass ich dann möglicherweise nicht mehr viel verstehe. Natürlich habe ich auch nicht alles verstanden, aber mehr als ich erwartet hatte. Das allein spricht ja schon für Sébastien, aber auch sonst hat er mir gut gefallen.
Zu meinen Entdeckungen des Abends gehört außerdem Frank Hoelen als Chagal. Schade, dass er nur so wenig Gesangspassagen hat, ich mochte seine Stimme nämlich sehr und hätte gerne mehr gehört. Er hat auch gut und vor allem lustig gespielt.
Nicht so sehr begeistert hat mich Lulu Aertgeerts als Rebecca. Von ihrem Schauspiel kam nicht durchweg etwas bei mir an und ihre paar Gesangsfetzen waren nicht so beeindrucken. Aber wie sie mit der Salami auf Chagal eingeschlagen hat und dabei so gehüpft ist, das fand ich sehr lustig und wirklich super.
Goele de Raedt wiederum mochte ich sehr. Sie hat die Magda gespielt und ich fand sie in der Rolle klasse. Bei ihrem Solo ist sie mir teilweise ein wenig zu laut geworden, aber trotzdem habe ich es nicht als Schreien oder überhaupt unangenehm empfunden.
Eine solide Leistung als Herbert hat Michael Zanders abgeliefert. Ich habe den Herbert immer gerne sehr tuntig, das konnte Michael mir leider in seiner Darstellung nicht vermitteln. Er war auf keinen Fall schlecht, hat aber mein Bild von der Rolle nicht zur Gänze ausgefüllt. Allerdings habe ich die Vermutung, dass durch die Sprache für mich etwas verloren gegangen ist, denn das restliche Publikum hat an ein paar Stellen gelacht, wo bei mir aber kein Witz angekommen ist.
Und nun zu guter letzt Hans Peter Janssens, der den Graf von Krolock spielt. Ich bin von seinem Gesang total beeindruckt. Er singt definitiv einen der besten Krolocks, die ich live gesehen habe. Aber von seiner Darstellung her, hat er mich nicht immer erreichen können. Ich würde das ja gerne auf meine Entfernung zur Bühne (Reihe 24) schieben, weil er mir ansonsten so total gut gefallen hat, aber andere sind mit ihrer Darstellung ja auch bis zu mir gekommen. Ich finde das grad wirklich schade.
Das restliche Ensemble hat mir richtig gut gefallen. Bei fremdsprachlichem Ensemble-Gesang habe ich ziemlich oft Verständnisprobleme, aber dieses Ensemble war überwiegend sehr deutlich zu verstehen. Besonders toll war, dass beim Schlusslied die Vampire genau neben mir mit dem Gesang eingesetzt haben. Ich finde das immer toll, wenn man die auch ohne Mikro hören kann. Dann gibt es ja auch noch das Tanz-Ensemble, welches mich jedes Mal fasziniert. Ich liebe die Rote-Stiefel-Szene total und die Tänzer waren alle super und auch der Albträum war richtig toll getanzt.

Ich bin jedenfalls super glücklich, dass ich mich für Dans der Vampieren entschieden habe. So konnte ich das Stück nochmal sehen, habe ein paar Eindrücke der Wiener Fassung bekommen und nach langem mal wieder ein Stück in meiner Lieblingssprache gesehen. Was will man mehr?

Übrigens habe ich ein Mini-Jubiläum: Dies ist mein zehnter Blog-Post!

Tag 3 – Dein absolutes Lieblingslied

Ich mag solche „Dein Lieblings-DiesUndDas“-Fragen überhaupt nicht und gerade bei Liedern finde ich das total schwer. DAS AllTime-Lieblingslied habe ich nämlich gar nicht, weil ich ständig neue tolle Lieder für mich entdecke. Im Moment bin ich durch die Musical-Serie Glee auch wieder total in so einer Entdeckungsphase, dort werden nicht nur Musical-Lieder gesungen, sondern auch Chart-Kram und der wird durch die neuen Arrangements und die tollen Stimmen plötzlich – und überraschend – super schön!

Also die Wahl zu meinem Lieblingslied des Tages fällt auf Gives You Hell in der Glee-Version. Ich mag Lea Michele so gerne und dieses Lied ist eines von denen, die ich erst durch sie und die Serie lieben gelernt habe.

Tag 2 – Das Lied, das du als letztes unfreiwillig gehört hast

Finnland aus dem Musical Spamalot

Grad hat mein Handy geklingelt und Finnland ist mein Klingelton. Bei dem heutigen Thema war ich mir nicht sicher, ob „unfreiwillig gehört“ meint, dass ich das Lied nicht mag. Das stimmt in diesem Fall nicht! Aber ich vermeide seit einiger Zeit, das bewusste Hören von Liedern aus Spamalot. Ich vermisse dieses Stück einfach so sehr und eine Konfrontation ist immer noch und immer wieder sehr schmerzhaft *schnüff-schnüff* Trotzdem bringe ich es nicht übers Herz, meinen Klingelton zu ändern…

Tag 1 – Das Lied, das du als letztes gehört hast

Wer kann schon ohne Liebe sein aus dem Musical Die drei Musketiere

Die drei Musketiere habe ich letzten Monaten noch live gesehen, in Tecklenburg auf einer Freilichtbühne. Das war toll! Das Stück passte super in die Atmosphäre der Burgruine, das hat wirklich ein einmaliges Feeling vermittelt. Außerdem habe ich die DVD aus Rotterdam schon einige Male gesehen.
Wer kann schon ohne Liebe sein
ist eines meiner Lieblingslieder aus diesem Musical. Es ist natürlich ziemlich schnulzig, aber ich mag, dass die drei Frauen in dem Lied gemeinsam singen, ohne dabei aber wirklich aufeinander zu treffen. Ich finde, man lernt alle drei in diesem einen Lied sehr gut kennen und lernt, warum sie sich so verhalten wie sie es tun. Und obwohl sie alle verschieden sind, zeigen sich auch Parallelen.

31 Tage – 31 Lieder

Die liebe Ann-So macht auf ihrem Blog gerade „31 Tage – 31 Bücher“, was ich demnächst auch machen werde. Irgendwann wenn sie damit fertig ist. Als Pendant dazu hat sie das ganze auf Lieder umgearbeitet und ich habe die Ehre, damit anfangen zu dürfen. Im Laufe des heutigen Tages werde ich dann auch schon meinen ersten Tag beantworten. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Spielchen entwickelt!

Diese Aufgaben kommen auf mich zu:

Tag 1 – Das Lied, das du als letztes gehört hast
Tag 2 – Das Lied, das du als letztes unfreiwillig gehört hast
Tag 3 – Dein absolutes Lieblingslied
Tag 4 – Dein absolutes Hasslied
Tag 5 – Ein Lied, das du in Dauerschleife hören kannst
Tag 6 – Ein Lied, das dich an eine bestimmte Zeit erinnert
Tag 7 – Ein Lied, das dich an jemanden erinnert
Tag 8 – Ein Lied, das dich an einen Ort erinnert
Tag 9 – Dein erstes Lieblingslied überhaupt
Tag 10 – Ein Lied von deiner/m Lieblingsband/Lieblingssänger
Tag 11 – Ein Lied, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst
Tag 12 – Ein Lied, das du erst gar nicht mochtest, aber jetzt magst
Tag 13 – Ein Lied, bei dem du das Radio lauter drehst
Tag 14 – Ein Lied aus deiner Kindheit
Tag 15 – Das erste Lied in deiner Medienbibliothek
Tag 16 – Das letzte Lied in deiner Medienbibliothek
Tag 17 – Augen zu und drauf los shufflen
Tag 18 – Dein liebstes Instrumentalstück
Tag 19 – Ein Lieblingslied, das du nur durch Zufall entdeckt hast
Tag 20 – Das beste Lied, das du während der Schulzeit immer singen musstest
Tag 21 – Das blödeste Lied, das du während der Schulzeit singen musstest
Tag 22 – Das längste Lied in deiner Medienbibliothek
Tag 23 – Das kürzeste Lied in deiner Medienbibliothek
Tag 24 – Ein Lied, von dem niemand gedacht hätte, dass du es magst
Tag 25 – Ein Lied, das dich ziemlich gut beschreibt
Tag 26 – Ein Lied, das du deinen Kindern vorsingen würdest
Tag 27 – Ein Lied, dessen Titel dein Motto sein könnte
Tag 28 – Zum Glück ist dieses schöne Lied auf dem Soundtrack dieses schönen Films!
Tag 29 – Warum ist dieses schöne Lied auf dem Soundtrack dieses blöden Films?
Tag 30 – Das Lied, das du zurzeit hörst
Tag 31 – Das Lied, das du als nächstes hören willst

Sogar bis zu den Wise Guys verfolgen mich Musicals

Wenn man ein großer Musical-Freak ist, wie ich einer bin, und sich – scheinbar eindeutig zu viel – mit Musicals beschäftigt, passiert es sehr oft, dass Worte, Sätze oder gar Gesten einen schmunzelnd bis genervt „nicht schon wieder“-denkend und Augen verdrehend an verschiedene Stücke erinnern. Bei mir ist das schon fast ein Dauerzustand und ich sollte mich eher wundern, wenn ich mal keine Musical-Halluzinationen habe.

Ich habe gestern beim Wise Guys Konzert nach ungefähr fünf solcher Ereignisse aufgegeben, sie mir merken zu wollen. Das war etwa auf halbem Wege bis zur Pause. Die halbe Zeit hing ich jedenfalls bei Buddy. Warum muss man denn auch als Acappella-Gruppe, also als Band ohne! Instrumente, ständig so tun, als würde man Gitarre spielen? Ist doch klar, dass ein armer Musical-Freak wie ich dann irgendwelche Assoziationen hat… Und ein mal gab es sogar einen imaginären Kontrabass. Fies!

Aber das klingt jetzt so, als hätte ich mich gar nicht auf das Konzert konzentrieren können. Das wäre gelogen! Ich habe schon noch genug vom Konzert und der genialen Stimmung in der Philharmonie mitbekommen, um am Ende sagen zu können: „Gerne nochmal auf ein Wise Guys Konzert!“. Die drei Stunden sind wirklich verflogen und das ist ja immer schon Beweis genug, dass man Spaß hatte und es keine Langeweile gab. Das Programm war bunt gemischt, natürlich großteils aus Liedern vom aktuellen Album Klassenfahrt aufgestellt, aber auch abwechslungsreich ergänzt mit älteren Stücken. Außerdem war von Ballade bis „Mitklatsch-Nummer“ alles dabei.

A prospos Balladen, ich bin eigentlich kein Mensch, der nah am Wasser gebaut ist oder überhaupt emotional schnell überrollt wird, aber gestern bei Sorge dich nicht hatte ich einen ganz dicken Kloß im Hals. Das Lied ist so wunderwunderschön und die Atmosphäre dazu war total ergreifend, ich musste dabei die ganze Zeit an meinen Papa denken und an meine Ma, die das alles tragen muss und, hm… Mir stand das Pipi-Wasser wirklich in den Augen, so etwas habe ich bei mir noch nie erlebt. Ich kriege sogar jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran zurück denke. Einfach nur wow!

Und ich bin sogar zwei mal an dem Abend überrascht worden. Eine junge Sängerin, die 15-jährige Jördis Tielsch, durfte in der zweiten Hälfte ihr Können zeigen. Das Mädchen ist unglaublich! Sie hat eine ganz außergewöhnliche Stimme, die sich absolut nicht nach der einer Jugendlichen anhört. Sie ginge stimmlich auch locker als über 20 durch. Sie kann mit ihrer Stimme aber ganz toll umgehen und ich habe ihr super gerne zugehört. Geige spielt sie lässig nebenbei auch noch ganz fantastisch. Ich finde es sehr gut, dass sie sich bewusst nicht Formaten wie Popstars oder DSDS zuwendet und stattdessen jetzt von den Wise Guys an die Hand genommen wird. Ich wünsche ihr so sehr, dass sie ihren Weg gehen und mit ihrer Musik viele Menschen verzaubern kann!

Übrigens war ich zum ersten Mal in der Philharmonie. Es hat mir dort aber ziemlich gut gefallen, auch wenn ich sonst nähere Plätze „gewohnt“ bin. Mal von weiter hinten und hoch oben den absoluten Überblick zu haben, war auch sehr interessant. Also alles in allem ein unbedingt wiederholenswertes Erlebnis!

Konzertmarathon

Im Moment mache ich wohl alles, was ich mache, eher exzessiv. Das geht von stundenlang lesen bis zu drei Abenden bei irgendwelchen Shows. Am Montag war im Metronom-Theater in Oberhausen ein Benefiz-Konzert für die Erdbebenopfer in L’Aquila und gestern fand in Essen ein kleines, gemütliches Konzert statt. Beide Konzerte waren so unterschiedlich, sowohl von der Atmosphäre als auch von der Musik her und ich kann gar nicht sagen, welcher Abend mir besser gefallen hat. Beide waren auf ihre Art ein besonderes Erlebnis.

Das Konzert für L’Aquila stand ganz im Zeichen von bekannten, aber auch unbekannteren, Rock/Pop-Songs. Die vier Darsteller wollten sich mit ihrer Auswahl von einer ganz anderen Seite zeigen und das ist ihnen auch gelungen. Getragen wurde der Abend von Roberta Valentini, die selbst Verwandtschaft in der Region von L’Aquila hat, und Willemijn Verkaik. Die beiden holten sich, neben einer wunderbaren Band, von Alexander Klaws und David Michael Johnson (DMJ) weitere Unterstützung auf die Bühne.
Die Bühne wurde durch einen Vorhang in der Tiefe deutlich gekürzt, mir war das fast schon zu viel, da es etwas gequetscht wirkte, wenn zusätzlich zur fünfköpfigen Band alle vier Akteure auf der Bühne waren. Auf den Vorhang wurde ein Rubiks-Zauberwürfel projiziert, der die Organisation symbolisierte, an die die Einnahmen des Abends gehen. Zwischendurch diente diese Leinwand auch zum Einspielen kleiner Video-Clips. Die waren total lustig! Im ersten Video hat Wilemijn „dokumentiert“, wie sie total hektisch und panisch einen Geburtstagskuchen für Roberta abholt, deren Geburtstag am Montag war. Zum zweiten Video haben Roberta und Willemijn Not that kind of girl gesungen. Im Video trafen beide als grüne Hexe Elphaba in verschiedenen Situationen aufeinander. Besonders lustig waren die Stellen, wo die eine Elphie die jeweils andere mit Fiyero, dargestellt von Anton Zetterholm, erwischt hat. Besonders nachhaltig im Gedächtnis geblieben, ist mir vorallem das „Sprachtausch-Lied“, Willemijn hat erst Niederländisch und dann Italienisch gesungen und Roberta genau umgekehrt.
Insgesamt war es ein sehr schöner und lustiger Abend, mit dem ein gutes Ziel unterstützt werden konnte.

Gestern war ich dann in Essen beim Konzert von Petter Bjällö und Claus Dam, unterstützt und veranstaltet von Philippe Ducloux. Das LUKAS, in dem der Abend veranstaltet wurde, ist eine Gaststätte, weshalb es keine richtige Theateratmosphäre gab. Die Zuschauer saßen an Tischen und konnten während des Konzerts Getränke bestellen und Essen für die Pause. An sich fand ich es sehr gemütlich dort, aber die immer wieder vorbeilaufende Bedienung hat schon etwas gestört. Ich kann verstehen, dass das LUKAS an den Veranstaltungen mitverdienen möchte, genervt hat es trotzdem.
Den Genuss des Abends konnte das dennoch nicht trüben. Petter und Claus haben ihr Konzert charmant und mit viel Witz gstaltet. Die ersten zwei Blöcke bestanden aus Musik von Cole Porter, der dritte Teil wurde aus einem Mix verschiedenster Lieder gestaltet. Ich bin dank den beiden jetzt auf jeden Fall ein kleiner Cole-Porter-Liebhaber, ich habe eine Weile gebraucht, aber jetzt bin ich von seiner Musik sehr überzeugt.
Ich freu mich schon auf die anderen Konzerte im LUKAS und ich hoffe, dass nochmal ein Cole-Porter-Abend von Petter und Claus in meinem Einzugsgebiet stattfindet.

Lesemarathon und ein Ausflug ins Baltimore der 60ies

Nach einem mehr oder weniger ereignisreichen gestrigen Tag sitze ich nun gelangweilt hier herum und lauer über meinem Telefon. Ich erwarte einen wichtigen Anruf von Technikern, aber es passiert einfach nichts! Wenn ich nicht so telefonscheu wäre, hätte ich wahrscheinlich schon selbst nochmal dort nachgehakt, tja, aber…

Gestern vormittag habe ich am Lesehalbmarathon bei LOVELYBOOKS teilgenommen. LOVELYBOOKS ist eine hübsche Bücher-Community, wo man seine „Bibliothek“ einrichten kann, sich mit Freunden verbinden oder auch in verschiedene Gruppen eintreten kann. Ich bin der Gruppe „Lesemarathon – 24 Stunden lesen“ beigetreten. 24-Stunden-Marathons finden dort etwa alle zwei bis drei Monate statt. Ungefähr ein Mal im Monat gibt es dort einen Lesehalbmarathon, also 12 Stunden lesen.
Ich habe mit den Terminen bisher leider Pech gehabt. Irgendwie hat es nämlich immer Tage getroffen, an denen ich in musicalischer Mission unterwegs war. Man könnte jetzt behaupten, ich wäre zu viel unterwegs, aber wer würde denn sowas sagen? Nun ja, gestern stand also wieder ein Lesehalbmarathon an – und ein Musical-Besuch. Da es aber dieses Mal nur nach Köln zu Hairspray ging, konnte ich sieben von zwölf Stunden mitlesen. Besser als gar nichts!

10 bis 11 Uhr: 17 Seiten (The Demons Convenant ab Seite 10)
11 bis 12 Uhr: 12 Seiten “
12 bis 13 Uhr: 23 Seiten “
13 bis 14 Uhr: 0 Seiten (mittagessen, duschen)
14 bis 15 Uhr: 8 Seiten (weiter The Demons Convenant)
15 bis 16 Uhr: 17 Seiten “
16 bis 17 Uhr: 23 Seiten “
Gelesen insgesamt: exakt 100 Seiten

Eigentlich hatte ich mir schnelleres Lesen zugetraut, aber so genau gemessen habe ich auch vorher noch nie, wie schnell oder langsam ich bin. Ich denke, mich hat in der Lesegeschwindigkeit auch eingeschränkt, dass das Buch auf Englisch ist. Ich liebe Bücher auf Englisch, aber ich bin schulisch jetzt doch schon länger raus und merke leider, dass meine Kenntnisse nach und nach einrosten…
Es war aber eine sehr gute Entscheidung dieses Buch in den Lesemarathon mitzunehmen. Mit dem Vorgänger bin ich nie richtig warm geworden, weil ich nur hier und da mal ein paar Seiten gelesen habe. Das gleiche hat bei The Demons Convenant wieder angefangen, die ersten zehn Seiten haben fast einen Monat gebraucht. Durch den Lesemarathon habe ich mich jetzt endlich konzentriert über längere Zeit eingelesen und bin in der Geschichte richtig drin. Ich freu mich jetzt richtig, gleich wieder weiter zu lesen!

Um 17 Uhr habe ich mich dann fürs Musical fertig gemacht und bin nach Baltimore gefahren, das noch bis zum 26. September mitten in Köln liegt. Hairspray gehört zu meinen Lieblingsmusicals und jede Show macht ganz doll viel Spaß! Mir war bis vor kurzem nie wirklich bewusst, dass ich einen Faible für die lustigen, spaßigen Musicals habe. Es scheint aber so, denn zu meinen absoluten Favoriten zähle ich besonders Spamalot, Buddy und Hairspray. Deshalb bin ich jetzt auch schon sehr auf Grease in Düsseldorf und Petticoat in den Niederlanden gespannt. Die gehen ja auch noch musikalisch wieder sehr in Richtung Hairspray und Buddy.
Gestern war ich mein vorletztes Mal für Hairspray im MusicalDome. Mit der letzten Vorstellung mache ich meine zehn Besuche dann voll. Aber obwohl ich dieses Stück nun schon einige Male gesehen habe, wird es nie langweilig und ich habe es sogar geschafft, dass ich gestern drei Darsteller in großen Rollen hatte, die ich bisher noch nicht gesehen habe. Und keiner der drei hat mich enttäuscht, im Gegenteil!
Mit Kristel van Grunsven habe ich nämlich eine neue Lieblingstracy gefunden. Kristel hat eine wunderschöne, warme Stimme, der man stundenlang zuhören könnte, ohne dass sie einen langweilt oder gar nervt. Besonders beeindruckt hat mich aber auch ihr Tanz. Gut, sie ist schon auch ein wenig dünner als die anderen zwei Tracys und hat dem entsprechend auf diesem Gebiet wohl so ihre Vorteile. Ich mochte ihre Tracy aber wahnsinnig gerne und finde es schade, dass ich sie nur ein Mal in dieser Rolle sehen konnte.
Auch als Penny hatte ich gestern ein neues Gesicht. Ich dachte schon, ich würde alle zehn Vorstellung mit Jana Stelley erleben, aber die musste gestern anderweitig spielen. So konnte ich dann doch noch Leila Vallio als Penny sehen. Leilas Penny unterscheidet sich in vielen Dingen sehr von Janas, das finde ich sehr gut! Dann kommt man gar nicht erst in Versuchung, zu sagen „die ist aber besser“, weil sie so anders sind, dass man das eigentlich nicht festmachen kann. Ich bin sehr froh, dass ich Leilas Penny kennen lernen konnte!
Als meinen dritten Corny hatte ich dann gestern zum ersten Mal Martin Schäffner. Auch er hat mir ganz gut gefallen, gesanglich war er auf jeden Fall toll. Er war mir aber darstellerisch nicht immer präsent genug. Stellenweise ist er mit gar nicht richtig aufgefallen, weil ich mehr auf das restliche Ensemble geachtet habe.
Die anderen Darsteller haben durch die Bank sehr gute Leistung gebracht, wie gewohnt. Ganz besonders hatten es mir gestern Strahlemann Michael Heller und Zodwa Selele angetan. Aber generell waren wohl alle sehr gut drauf, denn man konnte sehen, dass sie Spaß auf der Bühne hatten. Und überrascht wurde ich von Uwe Ochsenknecht! Ich fand ihn noch nie schlecht als Edna, aber er lag doch immer weit hinter den anderen beiden. Gestern hat er für mich einen riesen Sprung gemacht und auf meine vorletzte Vorstellung noch deutlich aufgeholt.

Es war also ein absolut wundervoller Tag, der ruhig und entspannt anfing und in einer genialen Vorstellung sein Ende nahm. Ich trauere gerade schon ein wenig, dass es jetzt nur noch ein Mal nach Baltimore geht… Aber jetzt freue ich mich dann doch erstmal auf das Benefiz-Konzert heute Abend in Oberhausen!

Mal wieder ein Blog

Hallihallo und herzlichen Glückwunsch!

Du bist soeben über einen ganz neuen, taufrischen Blog gestolpert. Ob du dich deswegen glücklich schätzen kannst… wage ich zu bezweifeln, schließlich ist hier noch gar nichts los. Ich hoffe aber stark, dass sich das in den nächsten Tagen und Wochen ändern wird!

Nachdem ich schon zwei – oder drei? mehrere – Blogs nach mehr weniger kurzer Zeit habe verhungern lassen, starte ich gerade mit neuem Motivationsschub in dieses Blog-Experiment. Ich habe doch ein paar Dinge, von denen ich hier und da mal erzählen könnte. Ich muss mich nur dazu aufraffen!

Erstmal wird es damit anfangen, dass ich morgen, oder eher heute, zur Hälfte am Lesehalbmarathon – Leseviertelmarathon sozusagen – auf lovelybooks.de mitmachen werde. Der Halbmarathon geht von 10 Uhr bis 22 Uhr, aber abends geht es für mich dann zu Hairspray. Mein vorletztes Mal, da bin ich schon jetzt etwas traurig drüber. Auf jeden Fall werde ich dann über beide Sachen was schreiben, denke ich.

So, damit ich dann auch um 10 mit Lesen anfangen kann, muss ich jetzt dringend schlafen gehen!