Hair – 17.06.2012, Bonn

… und was ich sonst noch loswerden möchte

Aber erstmal zu Hair. Ich weiß nicht so recht wie ich anfangen soll. Das hatte ich ja schon öfter, nur da war meine Sprachlosigkeit meiner Begeisterung geschuldet. Dieses Mal fällt es mir schwer, Worte für das zu finden, was ich gesehen habe, weil ich leider nicht restlos begeistert wurde. Ich fange mal damit an, was mir gefallen hat:

Das Bühnenbild war sehr schlicht und durch die weiße Farbe wirkte es sehr steril. Die bunten Hippies kamen dadurch besonders „farbig“ und energiegeladen daher. Die, ich sage mal Halfpipes, im ersten Akt haben mich besonders beeindruckt, weil die Darsteller mit erstaunlicher Leichtigkeit daran hoch klettern konnten. Im zweiten Akt wurde dann die Rückseite genutzt, welche dann einfach nur noch eine Wand war und somit relativ langweilig. Auch interessant fand ich den großen Dollar und das Netz aus bunten Fäden.

Ausnahmslos gut gefallen haben mir die Darsteller. Da ich leider nicht jedem Darsteller eine Rolle zuordnen kann und dafür auch zu weit weg saß, geh ich an dieser Stelle nur auf die ein, auf die ich besonders geachtet habe.  Ich nenne jetzt mal zuerst Peggy Pollow als Jeannie, die ich irgendwie immer wieder vergessen habe, wenn ich überlegt habe, auf wen ich mich bei der Besetzung freue. Als sie dann aber den Mund auf machte, dachte ich schon „Hey, die Stimme kenne ich…“ und als Claude ihr dann den Namen Peggy geben wollte, fiel der Groschen. Sie war sehr witzig und hat mir gut gefallen, sie ist eine von denen, die ich gerne nochmal bewusst in einer Rolle sehen würde, in der ich sie wahrscheinlich schon mal gesehen habe. Genau wie Maricel, die eine wunderbare Sheila spielte. Seit ich auf Besetzungen achte – und das sind nun schon gut 4 Jahre – habe ich Maricel immer nur auf Konzerten gesehen, endlich konnte sie mich auch mal in einem Stück überzeugen. Und ja, auch auf einer Theaterbühne finde ich sie toll! Ursula Anna Baumgartner als Donna habe ich in den Ensemble-Szene, wovon es viele gab, fast nie gefunden, aber anhand ihrer Stimme konnte ich sie dann doch hier und da identifizieren. Ich mag sie unglaublich gerne auf der Bühne, weil sie so natürlich ist und einfach dahin gehört. Und zu guter letzt Henrik Wager als Berger. Was soll ich über Henrik groß sagen? Er ist ein absolut genialer Sänger und ebenso begnadeter Schauspieler, also ein rundum sehr guter Darsteller, der mich immer wieder begeistern kann.

Ansonsten kann ich jetzt wohl sagen, dass Hair kein Lieblingsstück von mir werden wird. Die Musik lässt mich größten Teils ziemlich kalt, es gibt nur ein paar Nummern, die mir gefallen. Der Story, die ich in Bonn übrigens quasi nicht gefunden habe, kann ich nichts abgewinnen und auch die einzelnen Charaktere finde ich relativ uninteressant. Es ist jetzt kein Stück, das mich total abgeschreckt hat und welches ich nie wieder gucken würde, aber es müssten schon mehrere gute Gründe mitspielen, damit ich es nochmal ansehen würde.

Das sonstige Blabla

Als ich diesen Artikel geplant hatte, dachte ich, der Hair-Teil würde so kurz, dass ich noch mit etwas privatem Gerede auffüllen müsste, jetzt ist er doch eigentlich ausreichend lang geworden, aber egal, ihr müsst hier ja nicht weiterlesen.

Am Freitag habe ich mein Ergebnis von der BWL-/ReWe-Abschlussprüfung bekommen und, auch wenn ich mit dem Abschluss der Höheren Handelsschule für Abiturienten eigentlich „nichts richtiges in der Hand“ habe, bin ich stolz auf mein Ergebnis und die anderen Noten, die ich auf dem Abschlusszeugnis bekommen werde. Dieses Schuljahr war für mich nicht nur gut, um Zeit bis zu einer Ausbildung zu überbrücken. Es hat vorallem geholfen, mein leicht angeknackstes Selbstwertgefühl wieder aufzupolieren. Als es im Studium nicht so lief, hatte ich schon ab und zu diesen „Versagergedanken“ im Kopf, aber das hat sich durch den guten Lauf in der Schule endlich wieder gelegt. Außerdem habe ich gute kaufmännische Grundlagen erlernt, die mir den Start in die Ausbildung sicher etwas erleichtern.

Das ist das andere, was ich hier noch gar nicht vermerkt habe. Seit Januar habe ich einen Ausbildungsplatz sicher! YAY! Das heißt, ab 27. August werde ich beim DAAD zur Bürokauffrau ausgebildet und ich freu mich schon sehr, endlich anzufangen. Diese Woche Donnerstag habe ich ein Vorgespräch in der Berufsschule, das ist sicher auch nochmal ein sehr interessanter Termin. Ja, und dann wird die lange freie Zeit wahrscheinlich doch schneller vergangen sein als ich es mir gerade vorstellen kann. Ich habe jetzt erst  einen Monat keinen Unterricht mehr und ich bin schon so gelangweilt, dass ich mir irgendwelche Vorträge im Internet ansehe… Aber in den nächsten Wochen stehen noch einige Ausflüge an, ich habe also Hoffnungen, dass es ganz schnell Ende August ist.

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