Ein letzter Abend in Baltimore

Es ist immer wieder erschreckend, wenn solche Stichtage kommen und man plötzlich merkt, wie schnell die Zeit schon wieder verflogen ist. Am 22. November ’09 war ich zum ersten mal bei Hairspray, in einer Preview. Ich kann gar nicht fassen, dass das jetzt schon fast ein Jahr her ist! Schon bei dieser ersten Show habe ich gemerkt, dass ich das Stück lieben werde, weil ich fröhliche Shows mag und Hairspray trotzdem noch etwas vermitteln will:

Beurteile Menschen nicht nach ihrem Äußeren und, wenn du „anders“ bist, lass dir dadurch keine Grenzen auferlegen und kämpfe für deine Träume!

Seit dem habe ich die Show zehn mal gesehen und damit wohl sehr rund abgeschlossen. Jeder Abend war ein voller Erfolg und hat Spaß gemacht und ich werde Hairspray vermissen. Sicher nicht so sehr wie die Vorgänger-Produktion, aber fehlen wird es mir auch.

Gestern war also der gefürchtete Tag der letzten Vorstellung. Wenn es nicht bedeuten würde, dass ein Stück endet, würde ich es lieben, zu Dernièren zu gehen. Aber leider bedeutet es das und so sind meine Gefühle immer sehr gemischt. Auf der einen Seiten sind die Shows immer unvergleichlich schön, weil unglaublich viel Emotion mitspielt und die Darsteller noch ein mal alles geben. Auf der anderen Seite sind letzte Vorstellungen total traurig, weil etwas schönes endet.
So zwischen Trauer und Freude war ich auch gestern wieder. Ich wollte Hairspray noch nicht verabschieden, aber ich war auch auf die Vorstellung gespannt und was es an Gags geben würde. Leider waren gar nicht so viele Gags dabei und ich fand, dass einige Chancen „verspielt“ wurden. Das war schon etwas schade. Trotzdem war es wie immer eine wundervolle Vorstellung.
Auf die Darsteller im einzelnen möchte ich dieses Mal nicht eingehen. Eine Lobeshymne nach der anderen liest sich doch so langweilig. Es waren alle einfach wahnsinnig toll und, obwohl man bei den ein oder anderen Gesichtern auch Trauer erkennen konnte, mit jeder Menge Spaß dabei.Ich bin froh, dass ich auch diese Vorstellung miterleben konnte.

Und wie stand es gestern so schön passend auf einem der Luftballons, die zum Schluss ins Publikum geworfen wurden:

You can’t stop the beat, auch wenn es erstmal aus ist

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