Heut’ ist ein Tag zum Trauern, ein Trauertag…

Heute Abend ist es ein Jahr her, dass ich in der letzten Vorstellung von Spamalot saß. Ich kann noch gar nicht fassen, dass das jetzt schon so lange ausgespielt hat. Irgendwie fühlt es sich immer noch so an, als wäre es erst vorgestern gewesen. Die Zeit mit Spamalot hat mir unglaublich viel gebracht – und das meine ich wirklich so kitschig, wie es sich anhört!

Meine richtige Spami-Phase begann erst mit meiner zweiten Show, ein Spontanbesuch am 9. Mai. Von da an war ich dann bis September jeden Monat in der Show. Jeder einzelne Besuch hat mir richtig gut getan, ich konnte abschalten, viel lachen und wieder Kraft tanken. Ich bin fest davon überzeugt, dass mir Spamalot geholfen hat, nicht über Papas Schlaganfall zu verzweifeln, auch wenn der da schon über ein halbes Jahr zurück lag, unser Familienleben bringt er nach wie vor durcheinander. Es hilft mir auch immer noch, einfach die Musik zu hören, wenn wieder irgendwas ist.

Ich finde es toll, über eine Show sagen zu können, dass sie mich so sehr gestützt hat. Damit meine ich, dass ich vorher nicht gedacht hätte, dass Theaterbesuche so eine Wirkung haben können, ich das aber sehr beeindruckend und wirklich schön finde.

Aber vor allem auch die unglaublich tolle Cast trägt sehr dazu bei, dass mich dieses Stück so begeistern konnte. Jeder einzelne hat die Abende, wo ich da war, förmlich vor Spielfreude gestrahlt. Man hat einfach gesehen, dass sie nicht bloß ihren Job machen, sondern richtig Spaß dabei hatten. Es war immer wieder eine Freude, die Darsteller auf der Bühne zu beobachten. Ich habe durch Spamalot einige Darsteller kennen gelernt, die ich jetzt immer wieder gerne auf der Bühne sehe.

Und so sage ich zum Abschluss einfach: Vielen Dank für diese tolle Zeit!

0 Gedanken zu „Heut’ ist ein Tag zum Trauern, ein Trauertag…“

  1. Oh, das hast du wirklich sehr schön geschrieben, Melly! 🙂 Da wird man ja beim Lesen selbst ein wenig sentimental …
    Und endlich wird das Wort mal wieder ausgeschrieben! 😀
    Ich habe diese Zeit leider nicht miterlebt, kenne aber das Gefühl, dass eine Show einen so sehr stützen kann und eine ähnliche Wirkung hat wie in eurem Fall.

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